AUVA verliert über eine halbe Million Versicherte

von Redaktion

Hartinger-Klein und Wöginger: Reform soll spätestens kommende Woche stehen. APA

Selbstständige sollen eigene Unfallversicherung erhalten.

Wien Ein bisher kaum beachtetes Detail der geplanten Sozialversicherungsreform wird der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) einen merkbaren Aderlass bei Versicherten und Beitragseinnahmen bringen. Mit Stand 2017 sind es konkret 62,27 Millionen Euro, die sie verlieren dürfte, weil sie künftig nicht mehr für die Unfallversicherung der rund 537.000 Selbstständigen zuständig sein soll. Vorgesehen ist laut Schwarz-Blau, dass diese künftig in der neuen Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) nicht nur kranken- und pensions-, sondern auch unfallversichert sein sollen. Sie werden mit den Bauern zusammengefasst, deren Versicherung schon bisher für alle drei Sparten zuständig war.

Mit dieser Maßnahme büßt die AUVA rund ein Zehntel ihrer rund fünf Millionen Versicherten ein. Merkbare Auswirkungen auf die betroffenen Selbstständigen soll all das nicht haben, am Versicherungsschutz ändere sich nichts, sagen ÖVP und FPÖ. Den Gesetzesentwurf zur Kassenreform wollen sie spätestens kommende Woche präsentieren.

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