Politik in Kürze

Politik / 11.06.2018 • 20:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Spanien nimmt Migranten auf

madrid Im Tauziehen zwischen Italien und Malta um die 629 Migranten an Bord des NGO-Schiffes „Aquarius“ hat sich Spanien bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen. Dies gab Regierungschef Pedro Sánchez am Montag bekannt. Spanien werde die Einfahrt der „Aquarius“ in den Hafen von Valencia aus humanitären Gründen organisieren. Im Streit um die Zuständigkeit hatten sich Italien und Malta fast zwei Tage lang geweigert, die im Mittelmeer auf dem Boot ausharrenden Menschen aufzunehmen.

 

Seehofer verschiebt Asylplan

berlin Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) verschiebt völlig überraschend die Vorstellung seines sogenannten Masterplans zur Asylpolitik. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Montag aus CSU-Kreisen. Hintergrund sind wohl Differenzen zwischen Seehofer und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Frage, wer an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden sollte.

 

Anschläge fordern über 30 Todesopfer

kabul Mindestens 34 Menschen sind am Montag bei Anschlägen in Afghanistan getötet worden. Die Angriffe ereigneten sich in Kabul sowie in drei Provinzen wenige Tage vor Beginn einer Waffenruhe mit den radikalislamischen Taliban. In Kabul sprengte sich ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Luft und riss mindestens 13 Menschen in den Tod. Mindestens 25 weitere wurden verletzt. In der Provinz Kundus griffen Taliban-Kämpfer einen Kontrollposten an und töteten mindestens 15 Sicherheitskräfte. In der Provinz Ghasni starben sechs Zivilisten bei der Explosion einer Straßenmine, drei weitere wurden verletzt. In Dschalalabad sprengten sich zwei Attentäter nahe dem Bildungsministerium in die Luft. Es gab mindestens 15 Verletzte.