Pensionierte Lehrer und Studenten in den Klassenzimmern

13.03.2019 • 21:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Faßmann: Rund sechs Prozent der Lehrer werden über Sonderverträge angestellt. APA
Faßmann: Rund sechs Prozent der Lehrer werden über Sonderverträge angestellt. APA

Wien An den Schulen braucht es immer noch pensionierte Lehrer und Lehramtsstudenten, die per Sondervertrag unterrichten. Ihre Zahl ist allerdings gleich geblieben, wie die Beantwortung einer parlamentarischen Neos-Anfrage durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zeigt. 2017/18 waren demnach 39 pensionierte Lehrkräfte im Klassenzimmer im Einsatz sowie 1290 Lehramtsstudenten.

Sowohl bei den unterrichtenden Pensionisten (2015/16: 44) als auch den Lehramtsstudenten (2015/16: 1319) zeigt sich wenig Bewegung. In beiden Gruppen verteilen sich die per Sondervertrag unterrichtenden Lehrkräfte je zur Hälfte auf den Bundesschulbereich (AHS, BMHS) und den Pflichtschulbereich.

Auffällig bei den aus der Pension „reaktivierten“ Pädagogen: Diese sind fast ausschließlich in Vorarlberg zu finden – 33 der 39 aufgelisteten Pensionisten stehen hier im Klassenzimmer. Umgekehrt setzt im Pflichtschulbereich größtenteils Wien auf Lehramtsstudenten im Unterricht. 

Sonderverträge erhalten aber nicht nur „reaktivierte“ Lehrer aus der Pension und Lehramtsstudenten, die vor Erlangung der vollen Unterrichtsberechtigung im Klassenzimmer stehen. Mit ihnen beschäftigt werden alle Personen, die nicht über die vollen Anstellungsvoraussetzungen verfügen – das betrifft etwa Absolventen reiner Fachstudien oder Native Speaker. Insgesamt werden rund sechs Prozent aller Lehrer per Sondervertrag angestellt.