Steuerreform beflügelt Wachstum und dämpft Überschüsse im Budget

02.05.2019 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Am Dienstag hat die Bundesregierung die Steuerreform vorgestellt. Gegenfinanzierung möchte sie unter anderem mit Nachschärfungen bei den Pensionen.APA
Am Dienstag hat die Bundesregierung die Steuerreform vorgestellt. Gegenfinanzierung möchte sie unter anderem mit Nachschärfungen bei den Pensionen.APA

Wien Die von der Regierung geplante Steuerreform wird das Bruttoinlandsprodukt beflügeln, gleichzeitig allerdings das Ziel, Überschüsse zu erzeugen, dämpfen. Das ergibt eine Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts. Von der Senkung der Krankenversicherungsbeiträgen sei ein relativ starker Konsumeffekt und damit eine starke Konjunkturbelebung zu erwarten. Das Wifo rechnet, dass 80 Prozent der dadurch zusätzlich verfügbaren Einkommen wieder ausgegeben würden. Auch die für 2021 geplante Senkung der untersten Lohn- und Einkommenssteuer-Stufe habe unmittelbare Konsumwirkung. Nicht so einfach sei der Konjunktureffekt bei der Absenkung der Körperschaftssteuer (KÖSt) zu prognostizieren, die für 2022 von 25 auf 23 Prozent geplant ist. Dies hänge vom Wille der Unternehmen zu Investitionen ab.

Nachschärfungen bei Pensionen

Unterdessen kündigte die Regierung an, die Steuerreform auch durch Nachschärfungen bei Sonder- und Frühpensionen finanzieren zu wollen. Welche Schritte konkret geplant sind, hat das Sozialministerium aber offen gelassen; auch welche Pensionsarten konkret gemeint sind. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass es Zuwächse zuletzt vor allem bei der Korridor- und der Schwerarbeiterpension gegeben hat.