Integrationsfonds sieht keine Abstriche bei Kursen

Politik / 03.05.2019 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Finanzierung der Deutschkurse werde fortgeschrieben. Der höhere Bedarf in Vorarlberg müsse erst geprüft werden, heißt es im Integrationsfonds.DPA
Die Finanzierung der Deutschkurse werde fortgeschrieben. Der höhere Bedarf in Vorarlberg müsse erst geprüft werden, heißt es im Integrationsfonds.DPA

Zusätzlicher Bedarf für Deutschkurse wird geprüft.

Wien In Vorarlberg werde nicht gekürzt, heißt es im Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Reaktion auf einen VN-Bericht zur Finanzierung von Deutschkursen am Freitag. Am Vortag hatten Landeshauptmann Markus Wallner und Flüchtlingskoordinator Anton Strini erklärt, der ÖIF habe statt der beantragten 1,5 Millionen Euro nur rund eine Million bewilligt. Werde nicht nachgebessert, könnten heuer statt 66 nur 44 Deutschkurse angeboten werden.

Das Geld fließt laut ÖIF in das „Startpaket Deutsch“. Projektträger ist ihm zufolge die Volkshochschule Bludenz. Der Integrationsfonds wickelt die Deutschkursförderung von der Alphabetisierung bis zu A1 operativ für das Integrationsministerium ab. Man pflege einen konstruktiven Austausch mit den Ländern und den zuständigen Stellen, so auch mit dem Land Vorarlberg, erklärt eine Sprecherin des ÖIF: „Bereits Ende April fand ein Gespräch mit Herrn Strini statt, in dem klar dargelegt wurde, dass das Budget bei Projektträgern in Vorarlberg fortgeschrieben und nicht gekürzt wurde.“ Fortgeschrieben heißt, es gibt das, was ursprünglich als Fördersumme berechnet wurde. Auf Basis von Kalkulationen 2016/17 ist es laut Strini eine Million Euro. Nun brauche es aber mehr. Die ÖIF-Sprecherin bestätigt, dass der Flüchtlingskoordinator einen „unerwarteten, höheren Bedarf an Deutschkursen“ im April angesprochen habe. Strini beziffert das Volumen mit 1,5 Millionen Euro. Der ÖIF versichert, dass er eine Bedarfsmeldung prüfen werde, sobald diese vom geförderten Projektträger einlange. VN-ebi