8,1 Millionen Euro für Österreich aus dem EU-Solidaritätsfonds

Politik / 15.05.2019 • 19:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Bundesheer war in Kärnten mehrere Wochen im Assistenzeinsatz. APA
Das Bundesheer war in Kärnten mehrere Wochen im Assistenzeinsatz. APA

Wien Starke Regenfälle, Stürme, Überschwemmungen, Erdrutsche: Vor allem Italien hatte im vergangenen Jahr mit schweren Unwettern zu kämpfen. Ebenso wurden Teile Österreichs und Rumänien von zerstörerischen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen. Die EU-Kommission schlägt daher vor, den drei Ländern Geld aus dem EU-Solidaritätsfonds zur Verfügung zu stellen. 277,2 Millionen Euro sollen infolge der Unwetterkatastrophe Ende Oktober, Anfang November nach Italien fließen und 8,1 Millionen nach Österreich. Für den nordöstlichen Teil Rumäniens gibt es infolge der Überschwemmungen im Sommer 8,2 Millionen Euro. Der EU-Rat und das EU-Parlament müssen der Freigabe noch zustimmen. Die Kommission will nun prüfen, ob sie künftig höhere Vorauszahlungen leisten kann, sodass das Geld aus dem Fonds schneller an Ort und Stelle gelangt.

Für EU-Kommissarin Corina Cretu ist der Solidaritätsfonds Ausdruck europäischen Zusammenhalts. Er wurde infolge der schweren Überschwemmungen in Mitteleuropa im Jahr 2002 eingerichtet und seitdem bei 84 Katastrophen – von Überschwemmungen über Waldbrände, Erdbeben und Stürme bis hin zu Dürren – mobilisiert. 24 EU-Länder erhielten Hilfe in Höhe von 5,2 Milliarden Euro.

In Italien starben bei den Unwettern Ende Oktober 2018 Dutzende Menschen, Häuser wurden zerstört, Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. In Österreich hatte vor allem Kärnten mit den Folgen der Sturm- und Hochwasserschäden zu kämpfen. Rund ein Drittel des Landesgebietes war betroffen, mehrere Wochen war das Bundesheer für Aufräumarbeiten im Einsatz. In Vorarlberg brauste Ende Oktober ein Föhnsturm mit 120 km/h übers Land, Dutzende Einsätze wurden verzeichnet. Ein Haus wurde abgedeckt, Bäume stürzten um und verursachten Stromausfälle, verletzt wurde niemand. VN-ebi