EU-Kommission verspricht Österreich 8,1 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds

Politik / 15.05.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Bundesheer war in Kärnten mit 130 Soldaten für mehrere Wochen im Katastropheneinsatz. APA/Bundesheer
Das Bundesheer war in Kärnten mit 130 Soldaten für mehrere Wochen im Katastropheneinsatz. APA/Bundesheer

EU-Kommission schlägt nach Unwettern 2018 Hilfe in Millionenhöhe vor. Italien soll 277,2 Millionen Euro bekommen, Rumänen 8,2 Millionen.

Birgit Entner-Gerhold

Wien Starke Regenfälle, Stürme, Überschwemmungen, Erdrutsche: Vor allem Italien hatte im vergangenen Jahr mit schweren Unwettern zu kämpfen. Ebenso wurden Teile Österreichs und Rumäniens von Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen. Die EU-Kommission schlägt daher vor, den drei Ländern Geld aus dem EU-Solidaritätsfonds zur Verfügung zu stellen 277,2 Millionen Euro sollen in Folge der Unwetterkatastrophe Ende Oktober, Anfang November nach Italien fließen und 8,1 Millionen nach Österreich. Für den nordöstlichen Teil Rumäniens gibt es in Folge der Überschwemmungen im Sommer 8,2 Millionen Euro. Der EU-Rat und das EU-Parlament müssen der Freigabe noch zustimmen. Die Kommission will nun prüfen, ob sie höhere Vorauszahlungen leisten kann, sodass das Geld aus dem Fonds künftig schneller an Ort und Stelle gelangt.

Für EU-Kommissarin Corina Cretu ist der Solidaritätsfonds Ausdruck europäischen Zusammenhalts. Er biete Ländern und Regionen Unterstützung, wieder Fuß zu fassen. Der Fonds wurde den schweren Überschwemmungen in Mitteleuropa im Jahr 2002 eingerichtet. Seitdem wurde er bei 84 Katastrophen, von Überschwemmungen über Waldbrände, Erdbeben und Stürmen bis hin zu Dürren, mobilisiert. 24 europäische Länder erhielten über diesen Weg Hilfe in der Höhe von 5,2 Milliarden Euro.

In Italien starben bei den Unwettern Ende Oktober 2018 Dutzende Menschen, Häuser wurden zerstört, Infrastruktur und landwirtschaftlicher Boden in Mitleidenschaft gezogen. In Österreich hatte vor allem Kärnten mit den Sturm- und Hochwasserschäden zu kämpfen. Rund ein Drittel des Landesgebiets war betroffen, mehrere Wochen war das Bundesheer mit 130 Soldaten für Aufräumarbeiten im Einsatz. In Vorarlberg brauste Ende Oktober ein Föhnsturm mit 120 km/h übers Land, in der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle wurden Dutzende Einsätze verzeichnet. Ein Haus wurde abgedeckt, Bäume stürzten um und verursachten Stromausfälle, verletzt wurde aber niemand.