27 Vorarlberger Bundeslehrer sollen raus aus den Mittelschulen

Politik / 16.05.2019 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Faßmann hat den Bildungsdirektionen den Abzug der Lehrer nahegelegt. APA
Faßmann hat den Bildungsdirektionen den Abzug der Lehrer nahegelegt. APA

Wien 1500 Bundeslehrer unterrichten derzeit in einer Neuen Mittelschule (NMS). Eigentlich sind sie für den Unterricht einer Allgemein- oder berufsbildenden mittleren und höheren Schule (AHS/BMHS) ausgebildet worden. Die Idee hinter ihrer Tätigkeit an einer NMS war, die Schultypen näher aneinander heranzuführen und die Schüler besser zu fördern. Nun ordnet das Bildungsressort an, diese 1500 Bundeslehrer aus den Mittelschulen abzuziehen.

In Vorarlberg müssen an den NMS zehn Planstellen von Bundeslehrern abgebaut werden. Diese sind auf insgesamt 27 Personen verteilt, heißt es in der Bildungsdirektion. Alle 27 Lehrer würden auch an einer AHS unterrichten, an der NMS seien sie meist in geringerem Ausmaß tätig. Binnen vier Jahren sollen ihre dortigen Stunden nun abgebaut werden. 

Lehrervertreter Gerhard Pusnik ortet darin eine ideologische Entscheidung des Bildungsressorts. Dieses wolle die Differenzierung zwischen AHS und Mittelschule klar aufrecht erhalten; auch wenn sowohl Lehrer als auch Schüler von der Kooperation zwischen den Schultypen profitiert hätten. Vorbehalte seien abgebaut und Lücken gefüllt worden, zum Beispiel im Französischunterricht. Pusnik glaubt, dass die Lehrer, die abgezogen werden müssen, an den AHS Platz finden werden. Dafür würden dort aber weniger Junglehrer unterkommen. Sie müssten an die NMS und erhielten weniger Geld, da die Absolventen der alten Pädagogenausbildung noch nicht allen Anstellungserfordernissen einer NMS entsprächen. VN-ebi