„Wir brauchen eine Trendwende“

Politik / 16.05.2019 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weber sieht Überregulierung in der EU als Topthema.

wien „Wir müssen ernst nehmen, was uns die Leute sagen“, sagt der Spitzenkandidat der europäischen Christdemokraten, Manfred Weber, im Interview mit der „Presse“. Überregulierung in der EU sei ein Topthema. „Deshalb sage ich, dass wir eine Trendwende brauchen.“ Bestehende Regulierungen müssten auf den Prüfstand gestellt werden. „Mit dem Ziel, 1000 davon zu streichen.“ Einen Türkei-Beitritt lehnt der deutsche Christlichsoziale ab. „Sollte ich Kommissionspräsident werden, werde ich die Dienste der Kommission anweisen, die Beitrittsgespräche mit der Türkei zu beenden.“ Das bedeute aber nicht, dass die Verbindung zu dem Land gekappt werde. Zur Frage, ob traditionelle christliche Werte beim Thema Migration einbezogen werden sollen, meint Weber: „Für jeden Christdemokraten ist klar, dass jeder Mensch eine Würde hat und respektiert werden muss. Das ist die Trennlinie zu Rechtsradikalen, zu Rassisten.“ Gleichzeitig bedeute das nicht, dass jeder nach Europa kommen könne. Die Staaten müssten entscheiden, nicht Schlepperbanden.

Das vollständige Interview der Tageszeitung „Die Presse“ mit Manfred Weber kann man auf www.VN.at nachlesen.