Opposition sieht Kurz gefordert

17.05.2019 • 21:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Für NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger führt kein Weg an Neuwahlen vorbei. APA
Für NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger führt kein Weg an Neuwahlen vorbei. APA

SPÖ fordert Rücktritt Straches, Neos für Neuwahlen.

Wien Fassungslos reagiert Neos-Vorsitzende und Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger angesichts des am Freitag bekannt gewordenen Videos von Vizekanzler Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus und deren Aussagen über verdeckte Parteienfinanzierung und die Vergabe von Staatsaufträgen: „Wenn sich dieser Bericht und dieses Video als wahr herausstellen sollten, ist klar: Diese Regierung ist am Ende, das muss auch Sebastian Kurz einsehen. An Neuwahlen führt kein Weg mehr vorbei“, so Meinl-Reisinger.

Ebenso sah SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner für Kurz nur eine Option: „Der Gang zum Bundespräsidenten. Er hat sich für diese Koalition entschieden. Er muss die Verantwortung dafür übernehmen.“ 

Die Klubobleute der Liste Jetzt, Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann, forderten Kurz in ihrer Aussendung auf, Strache zu entlassen. Durch das Video sei „ganz Österreich unendlich blamiert“. Auch Grünen-Bundessprecher Werner Kogler sah den Kanzler gefordert: „Die Regierung mit dieser blauen Bande aufkündigen. Oder er wird selbst untragbar.“ Kogler geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft die notwendigen Überprüfungen des möglichen Korruptionsfalls in Angriff nimmt.