„Falter“ weist auf Vergangenheit Straches in rechter Szene hin

Politik / 04.06.2019 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wiener Wochenzeitung bringt H.C. Strache einmal mehr in Bedrängnis. reuters
Wiener Wochenzeitung bringt H.C. Strache einmal mehr in Bedrängnis. reuters

wien Die Wiener Wochenzeitung „Falter“ hat am Dienstagabend neue Hinweise auf die Vergangenheit von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in der rechtsextremen Szene veröffentlicht. Ein Foto zeigt den jugendlichen Strache vor einer Karte Nazi-Deutschlands, außerdem liegt dem „Falter“ eine offenbar von Strache gezeichnete Postkarte vor, in denen er „Heilgrüße“ nach „Deutsch-Österreich“ verschickt. Laut dem „Falter“-Bericht habe „Heinrich der Glückliche“ im November 1990 eine Postkarte zum Andenken an den Nazi-Ritterkreuzträger Robert Colli nach Wien geschickt. „Heinrich“ ist der Verbindungsname, den Strache in seiner Burschenschaft Vandalia trägt. Auf der Karte ist zu lesen, Nazi-Oberst Colli habe „seine Pflicht getan“. Die Postkarte stammt offenbar von der rechtsradikalen Burschenschaft Olympia, der Colli angehörte. Darauf soll Strache „Deutsche Heilgrüßen vom Ledersprung in Leoben“ an die „lieben Bundesbrüder“ verschickt haben. Gezeichnet ist die Karte mit „Heil Deutschland“ und „Heinrich d. Glückliche“ sowie weiteren Unterschriften. Zu dem genannten Zeitpunkt war Strache 21 Jahre alt und seit über einem Jahr FPÖ-Funktionär in Wien.

Ein weiteres veröffentlichtes Foto zeigt den jungen Strache bei einer Burschenschaftsmensur. An der Wand hinter ihm hängt eine Karte von Nazi-Deutschland in den Grenzen von 1939. Der Falter hat Strache um eine Stellungnahme gebeten, dieser habe aber nicht geantwortet.