Ministerbüros mit weniger Personal im Aufbau

07.06.2019 • 19:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Die Regierung Bierlein wird voraussichtlich mit weniger Personal auskommen als die türkis-blaue Vorgängerregierung.

Zwar ist die Personalsuche für die Ministerbüros noch nicht abgeschlossen, alleine bei den Pressesprechern wurde aber schon abgespeckt: Jeder der elf Ministerinnen und Minister hat nur eine Ansprechperson.

Personalrochaden

Und im Bundeskanzleramt dürfte es einen neuen Regierungssprecher geben. Die Generalsekretäre wurden außer im Außenministerium nicht verlängert.

Im Kanzleramt ist der von Sebastian Kurz (ÖVP) eingesetzte Dieter Kandlhofer nun interimistischer Leiter der Präsidialsektion, im Finanzministerium hat der neue Hausherr Eduard Müller den bisherigen Generalsekretär Dietmar Schuster zu seinem Büroleiter gemacht. Laut einer Anfrageserie der Neos aus dem Vorjahr hatten die türkis-blauen Minister 175 direkte Mitarbeiter.

Bei Kurz kamen zu den 14 Kabinettsmitarbeitern aber noch diverse Stabsstellen unter anderem für „Strategische Kommunikation“ dazu. Eine Organisationsreform sei in Vorbereitung, heißt es im Kanzleramt.

Bierlein verspricht Interviews

Unterdessen hat Bundeskanzlerin Bierlein am Freitag klargestellt, dass die Mitglieder ihrer Regierung auch Interviews geben dürfen und das nicht nur „Fachjournalisten“. „Die in den Medien zitierten Leitlinien waren missverständlich“, räumte sie ein.

„Selbstverständlich stehen die Minister dieser Regierung für Interviews und Medienanfragen bereit und tragen damit auch zum Vertrauen in diese Regierung bei. Was aber auch klar ist: Wir wollen keine Inszenierung.“