Halbbruder von Nordkoreas Machthaber war CIA-Informant

11.06.2019 • 20:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Mord an Kim Jong-nam ist bis heute rätselhaft. ap
Der Mord an Kim Jong-nam ist bis heute rätselhaft. ap

Pjöngjang Der in Malaysia ermordete Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un war ein CIA-Informant. Das berichtete die Zeitung „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf eine „gut unterrichtete“ Quelle. Kim Jong-nam habe sich vor seinem Tod mehrfach mit Agenten des US-Auslandsgeheimdienstes getroffen. Der älteste Sohn von Kim Jong-il, der lange als dessen Nachfolger galt, war im Februar 2017 am Flughafen von Kuala Lumpur mit dem Nervengift VX verseucht worden und gestorben.

Laut der Quelle des „Wall Street Journal“ gab es eine „Verbindung“ zwischen Kim Jong-nam und der CIA. Viele Einzelheiten dieser Verbindung seien aber unklar. Dem Bericht zufolge war Kim Jong-nam im Februar 2017 nach Malaysia gereist, um seine CIA-Kontaktperson zu treffen.

Nach dem Mord waren zwei junge Frauen aus Vietnam und Indonesien festgenommen und vor Gericht gestellt worden. Beide beteuerten, mit einer List von nordkoreanischen Spionen zu dem Angriff gebracht worden zu sein. Vier verdächtige Nordkoreaner flohen kurz nach der Tat aus Malaysia. Mittlerweile hat die malaysische Staatsanwaltschaft die Mordvorwürfe fallen gelassen und beide Frauen freigelassen. Südkorea macht Nordkorea für den Mord an Kims Halbbruder verantwortlich, was Kim zurückweist. Kim Jong-nams Tod ist bis heute rätselhaft.