Kogler wird Spitzenkandidat

14.06.2019 • 20:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, sagte Kogler. Die weiteren Plätze auf der Bundesliste sind noch offen. APA
Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, sagte Kogler. Die weiteren Plätze auf der Bundesliste sind noch offen. APA

Grünen-Chef nimmt Mandat im EU-Parlament nicht an.

wien Werner Kogler will die Grünen als Spitzenkandidat in die Nationalratswahl führen. Er werde sich beim kommenden Bundeskongress im Juli für den ersten Listenplatz bewerben, gab der Bundessprecher am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Das gerade erst errungene Mandat im Europaparlament wird er demzufolge nicht annehmen. Für ihn rückt neben Sarah Wiener die langjährige EU-Abgeordnete Monika Vana nach. Sollte es zum Brexit kommen, bekommen die Grünen ein drittes Mandat. Dann zieht auch Thomas Waitz ins EU-Parlament ein.

Die Entscheidung sei ihm, auch angesichts von rund 70.000 Vorzugsstimmen, nicht leichtgefallen, sagte Kogler. Sie fiel demnach gemeinsam mit allen Landesorganisationen. Auch mit den europäischen Grünen habe er dies so  vereinbart. Als Wahlziel nannte Kogler ein „grünes Comeback“, also den Wiedereinzug in den Nationalrat.

Vorarlbergs Grünen-Chef Johannes Rauch begrüßt die Entscheidung Koglers. „Auf uns kommt ein Wahlkampf zu, den Österreich so noch nie gesehen hat. An Heftigkeit, an Untergriffigkeit, auch an Hass“, sagte der Landesrat zu den VN. „Da kann man nicht jemanden hineinschicken, der neu im Geschäft ist.“ Dafür müsse man das „das beste Pferd im Stall“ auswählen. Und das sei Werner Kogler.