Eurofighter abgestürzt

Politik / 24.06.2019 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Trümmerteile einer der beiden Unglücksmaschinen.  reuters
Trümmerteile einer der beiden Unglücksmaschinen.  reuters

Einer der beiden Piloten konnte nur noch tot geborgen werden.

berlin Beim Absturz von zwei Eurofighter-Maschinen der deutschen Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer der beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zivile Opfer gab es laut Luftwaffe nicht. Die Maschinen waren bei Luftkampfübungen zusammengestoßen und abgestürzt. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. „Heute ist der Tag der Trauer und des Schmerzes über den Verlust unseres Soldaten“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen beim Besuch der Absturzstelle. Sie kündigte eine genaue Aufklärung des Unglücks an.

Die Piloten konnten nach dem Zusammenstoß noch den Schleudersitz betätigen, wie die Luftwaffe mitteilte. Einen der beiden Piloten entdeckten Rettungskräfte rasch in einer Baumkrone und bargen ihn. Der zweite konnte nur noch tot geborgen werden. Die Eurofighter seien nicht bewaffnet gewesen, teilte die Luftwaffe mit. Das Unglück wurde den Angaben zufolge vom Piloten eines dritten Kampfjets beobachtet. Dieser habe von zwei Fallschirmen berichtet, die zu Boden gegangen seien.

Die Maschinen gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage bei Rostock stationiert ist. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der deutschen Eurofighter-Piloten. Bei Bedarf ist das Geschwader gemeinsam mit zwei anderen Jagdverbänden auch für die Sicherung des deutschen Luftraums zuständig. Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand von Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth mitteilte. Der zweite Eurofighter stürzte nach Angaben des Schweriner Innenministeriums nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück.

Das Unglück geschah bei Luftkampfübungen.  AFP
Das Unglück geschah bei Luftkampfübungen.  AFP