Mit Bolzenschneider gegen Stacheldraht

Politik / 27.06.2019 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dieses Foto ging um die Welt: Österreichs Außenminister Mock und sein ungarischer Amtskollege Horn durchschnitten 1989 den Grenzzaun nahe Sopron. AP
Dieses Foto ging um die Welt: Österreichs Außenminister Mock und sein ungarischer Amtskollege Horn durchschnitten 1989 den Grenzzaun nahe Sopron. AP

Gemeinsames Gedenken an Grenzöffnung vor 30 Jahren.

sopron An jener Stelle, an der ihre Vorgänger Alois Mock und Gyula Horn vor 30 Jahren den Stacheldraht zwischen Österreich und Ungarn durchschnitten haben, gedachten Außenminister Alexander Schallenberg und sein ungarischer Amtskollege Peter Szijjarto am Donnerstag des Falls des Eisernen Vorhangs. Das berühmte Foto, das vor 30 Jahren entstanden ist, sei „bildgewordener Ausdruck der Hoffnung, der Freiheit und der politischen Veränderung“ gewesen, betonte Schallenberg. In der heutigen EU sei es wichtig, sich den Zeitgeist von damals wieder ins Gedächtnis zu rufen. „Im Sommer 1989 gab es einen Wind des Optimismus, des Mutes, des Willens zur Veränderung. Der fehlt heute in der EU.“ Auch Schallenbergs Amtskollege Szijjarto betonte: „Damals ist ein neues Europa entstanden.“

Die Aktion vom 27. Juni 1989 löste eine Fluchtbewegung ausreisewilliger DDR-Bürger über das damals kommunistische Ungarn aus. Am 11. September 1989 öffnete Budapest offiziell – unter Aufkündigung entsprechender Abkommen mit der DDR – seine Westgrenze für die ungehinderte Ausreise von DDR-Bürgern.

Im Herbst fiel die Berliner Mauer, 1990 kam es zur deutschen Wiedervereinigung.