Atomgespräche ohne Durchbruch

Politik / 28.06.2019 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Bei den Gesprächen in Wien zur Rettung des Atomabkommens habe es Fortschritte gegeben. Diese seien aber unzureichend gewesen, erklärte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araqchi am Freitag im Palais Coburg. Teheran werde daher wahrscheinlich an seinem schrittweisen Rückzug aus dem Atomdeal festhalten. Der Iran erkenne an, dass die von Deutschland, Großbritannien und Frankreich organisierte Finanzplattform Instex, die den Handel mit dem Iran anschieben und grundsätzlich erleichtern soll, nun arbeitsfähig sei. Entscheidend sei, dass sie auch beim Ölexport helfe, sagte Araqchi. 

Die Diplomaten aus Deutschland, Russland, Großbritannien, Frankreich, China und der EU hatten mit Araqchi über die Rettung des Abkommens beraten. Es wird aber erwartet, dass der Iran in Kürze zwei zentrale Auflagen des Atomabkommens von 2015, aus dem die USA 2018 ausgestiegen sind, verletzen wird. Der Deal soll Teheran am Bau einer Atombombe hindern. Im Gegenzug wurde der Abbau von Handelssanktionen vereinbart.