Ex-Neos Chris Alge gründet neue Partei „Xi“

Politik / 28.06.2019 • 16:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Habe ein Team hinter mir, lauter Hammertypen, die das Land braucht“, sagt Chris Alge bei der ersten Präsentation der neuen Gruppierung „Xi“. VN/WALSER

Einstiger Neos-Landessprecher Chris Alge will mit eigener Partei „Xi“ in der Landespolitik mitmischen. Die Latte legt sich Alge hoch: Er strebt 8,5 Prozent oder Klubstatus an.

Lingenau Zur Erstvorstellung seiner neuen Gruppierung hatte „Xi“ Chris Alge einen idyllischen Schauplatz gewählt, nämlich den Vorplatz des ehemaligen Lingenauer Bahnhofs, wo Alge als Geschäftsführer seines Outdoor-Unternehmens High 5 tätig ist. Vor einem in hellgrün gehaltenen Schild mit Parteilogo steckte sich Alge, der vor dem Kampf um Landtagssitze 2014 ein mehrmonatiges Gastspiel bei den Neos hatte, hohe Ziele: „Es ist notwendig, etwas zu verändern. Wir wollen 8,5 Prozent bei den Landtagswahlen im Herbst und Klubstatus ist unser Ziel.“ Das heißt, „Xi“ will im nächsten Landesparlament mit drei Abgeordneten vertreten sein. Namen seiner Mitstreiter wollte Alge noch nicht bekannt geben, die würden im Laufe der nächsten Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Hinter mir steht ein Team. Alles Hammer-Typen, echte Typen, die das Land braucht.“

Chris Alge, Parteigründer von „Xi“

Unterstützungserklärungen werden gesammelt

Nur soviel ließ sich Alge entlocken: „Es sind alles lauter Hammer-Typen, echte Typen, die das Land braucht. Das wird ein Geschenk für Vorarlberg sein.“ Sowohl bekannte Einzelunternehmer als auch „bekannte Biobauern sowie Tierschützer und Finanzexperten“. Ideologisch sieht er seine Partei „in der totalen Mitte“. Extreme Linke oder extreme Rechte hätten bei seiner Gruppierung nichts verloren. Und wo liegt der thematische Fokus seiner Gruppierung? Seiner Meinung nach sind drei Themen existenziell für die die Zukunft des Landes: Umwelt, Sicherheit und Vertrauen. Tiefer ging Alge auf die Themen noch nicht ein. Stichwort Landtag und Wahlkampf: In den nächsten Wochen will Alge aus jedem Bezirk rund einhundert Unterstützungsklärungen sammeln – damit „Xi“ überhaupt am Landtagswahlkampf teilnehmen darf. Und was die Listenerstellung anbelangt, so verspricht Alge: „Es wird sich um keine obskuren Vorwahlen, die nicht durchschaubar sind, handeln.“