Islamisches Zentrum sieht Symbolik im Schlagen von Frauen

Politik / 04.08.2019 • 22:29 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München Eine muslimische Gemeinde in München hat mit Empfehlungen zum Umgang von Mann und Frau in der Ehe Proteste ausgelöst. Im Internetauftritt des Islamischen Zentrums München (IZM) heißt es im Kapitel „Frau und Familie im Islam“ unter Berufung auf einen Koranvers, dass als letztes Mittel im Fall von Eheschwierigkeiten auch das Schlagen der Frau infrage komme. Dabei müsse der Ehemann drei Schritte einhalten: „Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen“. Nach Ansicht der „Gelehrten“ habe das Schlagen allerdings „eher einen symbolischen Charakter“. Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte am Wochenende zuerst darüber berichtet. Mitglieder des Münchner Stadtrats äußerten sich entsetzt. Die Staatsanwaltschaft München I sieht laut BR keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Es liege keine Anstiftung zu Körperverletzungshandlungen vor.