„Mängel im FPÖ-Bericht“

06.08.2019 • 19:24 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Uniprofessor Rathkolb zweifelt an der Wissenschaftlichkeit des FPÖ-Berichts.APA
Uniprofessor Rathkolb zweifelt an der Wissenschaftlichkeit des FPÖ-Berichts.APA

Wien Die am Montag veröffentlichte Kurzzusammenfassung des FPÖ-Historikerberichts zur Ausleuchtung „brauner Flecken“ hat am Dienstag viel Kritik von Expertenseite geerntet. Polit-Berater Thomas Hofer sprach von einer „Pflichtübung“, „getrieben vom Marketinggedanken“. Die Historiker Oliver Rathkolb und Heidemarie Uhl orteten gar wissenschaftliche Mängel und den Versuch einer Reinwaschung. Völlig fehlen würde der Hinweis auf Analysen in den internen Parteivorstandsprotokollen der FPÖ zu NS-Themen, zu Restitution und Antisemitismus. 

Die ÖVP sah die FPÖ am Dienstag gefordert, aus der Geschichte auch zu lernen. Die FPÖ benötige daher „eine Gegenwartskommission, keine Vergangenheitskommission“, hieß es. Bereits am Montagabend hatte die SPÖ die Veröffentlichung des Teilberichts als „peinlichen Eiertanz“ bezeichnet.