Festnahme nach Brandanschlag

Politik / 19.08.2019 • 20:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Attacke erfolgte laut Polizei mit Wurfbrandsätzen. APA
Die Attacke erfolgte laut Polizei mit Wurfbrandsätzen. APA

Verdächtiger wegen Angriff auf FPÖ-Landesgeschäftsstelle in Haft.

st. pölten Nach dem Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten vom Montag vergangener Woche ist ein Beschuldigter in Haft. Er wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Leopold Bien, auf Anfrage. Nach drei mutmaßlichen Komplizen wird weiterhin gefahndet. Die Landespolizeidirektion Niederösterreich teilte am Montag mit, dass die Festnahme eines Beschuldigten durch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Niederösterreich erfolgt sei. Aufgrund der andauernden Erhebungen zu weiteren Mittätern würden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft St. Pölten „derzeit keine weiteren Details über den Festgenommenen“ bekannt gegeben.

Der Verdächtige habe Brandverletzungen aufgewiesen und sich deshalb in einem Krankenhaus behandeln lassen, hieß es seitens der Polizei. Es soll sich um ein Spital in Wien gehandelt haben. Wann die Festnahme erfolgt ist, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Laut Bien wurde über den Beschuldigten bereits die U-Haft verhängt. Der designierte FPÖ-Chef Norbert Hofer verwies auf Medienberichte, wonach es sich bei dem Festgenommenen „um einen subsidiär Schutzberechtigten handelt“. Sollte dies zutreffen, „dann hat diese Person jedes Recht auf Schutz verwirkt und muss abgeschoben werden“.

Vier Beteiligte

An dem Anschlag waren vier Personen beteiligt. Die Angriffe auf die freiheitliche Landesparteizentrale am vergangenen Montag in der Zeit von 1.40 bis 2.07 Uhr erfolgten laut Polizei mit Wurfbrandsätzen.