Shenzhen soll Hongkong als Finanzzentrum ablösen

Politik / 19.08.2019 • 20:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch in Shenzhen wird demonstriert, und zwar gegen die Hongkong-Proteste. ap
Auch in Shenzhen wird demonstriert, und zwar gegen die Hongkong-Proteste. ap

Pekings Plan wurde nach den jüngsten Massenprotesten bekannt.

hongkong Am Tag nach den jüngsten Massenprotesten in Hongkong hat Peking Pläne veröffentlicht, wonach die südchinesische Metropole Shenzhen das benachbarte Hongkong bald als internationales Finanzzentrum ablösen soll. Staatsmedien berichteten am Montag über ein Richtlinienpapier der chinesischen Regierung, in dem beschrieben wird, wie Peking Shenzhen zu einem „besseren Ort“ als Hongkong machen will. Auch eine engere Vernetzung Shenzhens mit den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau ist geplant.

Der staatlichen chinesischen Zeitung „Global Times“ zufolge sieht das Richtlinienpapier die Entwicklung Shenzhens zu einer der wirtschaftlich stärksten Metropolen der Welt bis 2025 vor. Im Jahr 2035 soll die südchinesische Stadt in der Provinz Guangdong dann der „weltweit führende“ Wirtschaftsplatz sein.

Die Demonstranten, die in Hongkong seit zweieinhalb Monaten für mehr Demokratie auf die Straße gehen, fordern unter anderem den vollständigen Verzicht auf ein bereits gestopptes Auslieferungsgesetz, das Überstellungen nach Festland-China vorsah, aber auch freie Wahlen und den Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam.

Taiwans Angebot des politischen Asyls an Hongkonger Demokratie-Aktivisten stößt in China auf Kritik. Die Offerte vertusche die Verbrechen einer Gruppe von gewalttätigen militanten Protestierenden, beklagte der Sprecher des chinesischen Kabinettsbüros für Taiwan-Angelegenheiten, Ma Xiaoguang, am Montag.