Neos: Ein Baum für jedes Neugeborene

Politik / 21.08.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landessprecherin Sabine Scheffknecht (l.) und Abgeordneter Daniel Matt wollen 1000 Ginkgo-Pflanzen im Land verteilen. HA

Vorarlbergs Neos fordern eigenes Klimabudget und starten groß angelegte Baumpflanzaktion.

Dornbirn Die Vorarlberger Neos fordern neben dem Finanzbudget auch ein eigenes Klimabudget, um die Einhaltung der Klimaziele zu ermöglichen. Daneben wollen sie mit einer Baumpflanzaktion ein deutliches Zeichen gegen den laufenden Klimawandel setzen. Darüber hinaus habe man erst kürzlich erfahren, dass Vorarlberg neue Baumarten und vor allem wieder mehr Bäume benötige.

„Wir müssen jetzt handeln, in zehn Jahren ist es zu spät“, verweist Landtagsabgeordneter Daniel Matt auf steigende Emissionen im Verkehr auf Vorarlbergs Straßen, „und das trotz grüner Regierungsbeteiligung“. Der Feldkircher Volksvertreter ist der Meinung, dass mit einem Klimabudget rasch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden könnten, um Vorarlberg vor drohenden Strafzahlungen von bis zu 8,2 Millionen Euro zu bewahren. Mit einem eigenen Voranschlag für Klimaschutz sei die Politik gezwungen, über alle Vorhaben, die das Klima beeinflussen, Rechenschaft abzulegen. Was in Oslo schon lange bestens funktioniere, müsse auch in Vorarlberg möglich sein.

Einladung an Landesparteien

Eine Chance, dem Klimawandel entgegenzuwirken, sehen die Neos in groß angelegten Aufforstungen rund um die Erdball. „Damit wäre sogar eine Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu erreichen“, verweist die Landessprecherin und Abgeordnete Sabine Scheffknecht auf eine Studie der ETH Zürich. Einen Beitrag dazu könnte auch Vorarlberg leisten: „Für jedes neugeborene Kind im Land soll ein Baum gepflanzt werden.“ Das wären dann jährlich 5000 neue Bäume. Die Pinken wollen nun mit gutem Beispiel vorangehen und verteilen am 31. August in allen Vorarlberger Städten gratis 1000 Ginkgo-Bäumchen im Topf. „Wir fordern die Landtagsparteien auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Damit wären die ersten 5000 Bäume für 2019 gesichert“, hofft Scheffknecht auf Unterstützung im Landhaus.

Ginkgo-Baum perfektes Symbol

Dass ausgerechnet der eigentlich aus Asien stammende, aber auch bei uns verbreitete Ginkgo-Baum, der bis zu 1000 Jahre alt werden kann und für sein langsames Wachstum bekannt ist, ausgewählt wurde, begründen die Neos mit dessen Fähigkeit, sich wandelnden Wetterbedingungen anzupassen. „Also ein perfektes Symbol für unsere Initiative“, ist Scheffknecht überzeugt, mit der Auswahl der Bäume die richtige Wahl getroffen zu haben. Allerdings dürfen es auch andere Bäume sein. HA