Malta lässt Migranten der „Ocean Viking“ an Land

Politik / 23.08.2019 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jubel auf der „Ocean Viking“. Alle Migranten dürfen das Schiff verlassen. afp
Jubel auf der „Ocean Viking“. Alle Migranten dürfen das Schiff verlassen. afp

valletta Die zweiwöchige Blockade des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ auf dem Mittelmeer mit 356 Geflüchteten an Bord hat ein Ende. Malta werde die Menschen erst einmal aufnehmen, bevor sie auf andere EU-Staaten verteilt werden, meldete Regierungschef Joseph Muscat am Freitag. Neben Deutschland und Frankreich wollen Portugal, Rumänien, Luxemburg und Irland Migranten aufnehmen. „Keiner wird in Malta bleiben“, betonte Muscat.

Das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen hatte die Menschen vor zwei Wochen vor der Küste Libyens gerettet. Kürzlich hatte die Besatzung Alarm geschlagen, dass die Essensvorräte zu Ende gingen. Am Freitagnachmittag befand sich das Schiff zwischen der kleinen italienischen Insel Linosa und Malta.

Jay Berger, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen auf der „Ocean Viking“, ist erleichtert, „dass die lange Tortur für die 356 Menschen bei uns an Bord nun endlich vorbei ist“.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos begrüßte die Nachricht aus Valletta. Er lobte die maltesischen Behörden und die anderen sechs Länder für ihre Solidarität.