Neos mit neuem Flexi-Mietkauf-Modell

Politik / 26.08.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landessprecherin Sabine Scheffknecht und Nationalrat Gerald Loacker machen sich für flexiblen Mietkauf stark.

Vorarlberger Neos schlagen Flexi-Mietkauf vor. Jeder Mieter einer Sozialwohnung soll die Möglichkeit bekommen, Mietkauf in Anspruch zu nehmen.

Dornbirn Bessere Möglichkeiten zum Erwerb von Wohneigentum. So lautet das erklärte Ziel der Vorarlberger Neos mit Landessprecherin Sabine Scheffknecht und Nationalrat Gerald Loacker an der Spitze. Ein erster Schritt ist mit der Novelle für ein neues Wohungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) bereits getan: Diese Neuerung macht es dem Mieter einfacher, die Wohnung vom gemeinnützigen Träger kaufen zu können. Weil die Mindestwartefrist für einen Kauf durch die Novelle sinkt, können die Bewohner ihre Wohnung zeitlich früher als Eigentum erwerben. Wenn der gemeinnützige Bauträger aktiv Angebot legt und ausdrücklich auf diese Kaufoption hinweist, steigt die Transparenz. Außerdem, so Scheffknecht und Loacker, spiele der Verkauf solcher Wohnungen zusätzliche Mittel für weitere Projekte im gemeinnützigen Wohnbau ein.

Bauträger sind jetzt gefordert

Derzeit könnten allerdings nur jene Mieter von der Gesetzesnovelle profitieren, die nach deren Inkrafttreten eine gemeinnützige Wohnung erhalten hätten. „Jene, die bereits länger in einer gemeinnützigen Wohnung eingemietet sind, müssen auf das Entgegenkommen der Bauvereinigung hoffen“, sagt Loacker. Der Bauträger könne durch die Novelle bereits nach dem fünften Jahr seine Wohnungen freiwillig nachträglich als Eigentum veräußern und übertragen. „Wir fordern die gemeinnützigen Bauträger auf, von dieser Möglichkeit breiten Gebrauch zu machen. Dadurch ermöglichen sie Mietern auch ohne Rechtsanspruch, sich Eigentum anzuschaffen.“ Denn, so Scheffnkecht und Loacker: „Jede Mieterin und jeder Mieter einer Sozialwohnung soll die Möglichkeit haben, Mietkauf in Anspruch zu nehmen.“ Mietkauf, wie es durch die Novelle nun auch im gemeinnützigen Bereich möglich ist, stelle eine interessante Option dar, um Wohnraum zu erwerben. Dennoch sei die Nachfrage danach gering. „Dies liegt allerdings nicht an der Idee selbst. Vielmehr entsprechen Mietkaufoptionen nicht dem flexiblen Lebensstil der jungen Vorarlberger(innen) und auch nicht den sich verändernden Bedürfnissen im Lauf des Lebens.“