Für Neos herrscht bei Kinderbetreuung Nachholbedarf

Politik / 03.09.2019 • 14:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sabine Scheffknecht (l.) und Doris Hager-Hämmerle sehen Nachholbedarf bei der Kleinkinderbetreuung. HA

Vorarlberger Neos fordern flexiblere Öffnungszeiten bei öffentlichen Betreuungseinrichtungen.

Dornbirn Zu unflexibel, zu viele Schließtage: Für die Neos ist es höchste Zeit, die öffentliche Kinderbetreuung  im ganzen Land neuen Anforderungen anzupassen. Für ein flächendeckendes und qualitativ hochwertiges Angebot müsse die Landesregierung sorgen, fordern Nationalratsabgeordnete Doris Hager-Hämmerle und Neos-Landessprecherin Sabine Scheffknecht die Politik zum Handeln auf. Lob gibt es von den Neos für die betriebliche Kleinkinderbetreuung, die bei vielen größeren Firmen im Land selbstverständlich ist und mit individuellen Lösungen für Kinder und Eltern punktet. Den Kürzeren ziehen  jene berufstätigen Eltern, die auf öffentliche Betreuungseinrichtungen angewiesen sind, beklagt sich Hager-Hämmerle über fehlende Angebote in gewissen Landesteilen, etwa im Bregenzerwald. Auch in Gemeinden, in denen es entsprechende Einrichtungen gibt, seien die Öffnungszeiten oft nicht auf die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet.

Einführung von Betreuungsscheck

„Im öffentlichen Bereich besteht nach wie vor großer Aufholbedarf“, fordert LAbg. Scheffknecht das Land auf, sich nicht nur auf die betrieblichen Einrichtungen zu verlassen und damit die Statistik für Öffnungszeiten und Schließtage in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Tatsache sei, dass  Vorarlberg bei den Öffnungszeiten im Bundesländervergleich weit unter dem Durchschnitt liege. Grund genug für die Neos, eine Landtagsanfrage einzubringen, um die Situation im Land zu erfahren. Mehr Gerechtigkeit für alle würde, so Scheffknecht, die Einführung eines Betreuungsschecks bringen: „Das bedeutet, dass Eltern für einen Scheck oder Gutschein einen Kinderbetreuungsplatz ihrer Wahl bekommen, ganz gleich ob Spielgruppe, Kinderbetreuungseinrichtung oder Tagesmutter/-vater.“ In der Schweiz habe sich ein ähnliches Modell bewährt. HA