Vier von zehn Österreichern sehen die Demokratie in Gefahr

Politik / 12.09.2019 • 20:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Neun von zehn Österreichern halten die generelle Idee der Demokratie für eine gute Sache, fast genauso viele sind der Meinung, dass die Demokratie die beste Staatsform für das Land ist. Allerdings stimmt immerhin jeder Zehnte diesen beiden Aussagen nicht zu und steht der Demokratie als Staatsform negativ oder indifferent gegenüber. Vier von zehn Österreichern sehen die Demokratie in Gefahr. Das ergibt eine Integral-Onlinestudie anlässlich des Tags der Demokratie am 15. September. Befragt wurden im August und September 1024 Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Demnach fordern knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten mehr Mitbestimmung. Ein gutes Viertel (29 Prozent) meint, dass ihre Wahlstimme kaum eine Auswirkung hat.

39 Prozent sehen die Demokratie in Österreich aktuell in Gefahr. Als größte Gefahr sieht man Rechtsextremisten (46 Prozent), es folgen Migranten, Linksextremisten sowie Rechtspopulisten (je 29 Prozent). Eine Mehrheit (56 Prozent) sieht derzeit keine Gefährdung der Demokratie.

Zum Vergleich: Die Deutschen sehen laut SINUS-Institut die Demokratie stärker gefährdet als die Österreicher. Mit 53 Prozent ist die Gruppe der Pessimisten in Deutschland deutlich größer.