USA verhindern Einreise eines Vorarlbergers

Politik / 13.09.2019 • 22:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schmidinger: Verbot sei vermutlich vom Ministerium für Innere Sicherheit gekommen. 
Schmidinger: Verbot sei vermutlich vom Ministerium für Innere Sicherheit gekommen. 

Thomas Schmidinger wollte sein Buch über Afrin präsentieren.

Wien Dem Vorarlberger Sozialwissenschaftler und Nahost-Experten Thomas Schmidinger ist  am Donnerstag die Einreise in die USA verweigert worden. Schmidinger wollte dort ein Buch über die syrische Kurdenregion Afrin vorstellen. „Ich bin auf dem Weg zu meinen Buchpräsentationen in den USA in Amsterdam daran gehindert worden, den Anschlussflieger nach Minneapolis zu besteigen, trotz gültigen Zehnjahres-multiple-entry Visums für die USA.“ Am Gate sei er von einem US-Beamten gefragt worden, ob er Thomas Schmidinger sei und er habe ihn genau zu seinen Reisen und Forschungen im Iran, Irak und Syrien befragt. Auch seine Hilfe, um die Kinder österreichischer IS-Angehöriger zu finden, sei thematisiert worden.

Der Politikwissenschaftler, der an der Uni Wien und an der Fachhochschule Vorarlberg lehrt, fügte hinzu, dass ihn inzwischen die US-Botschaft in Wien angerufen und ihm mitgeteilt habe, dass es kein formales Einreiseverbot gegen ihn gebe und auch das Visum nicht für ungültig erklärt wurde. Das Verbot sei ziemlich sicher vom Department for homeland security gekommen, also vom Ministerium für Innere Sicherheit der USA.