Wallner: „Nach diesem Ergebnis muss der nächste Kanzler Kurz heißen“

Politik / 29.09.2019 • 19:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
VN/STEURER

VP-Parteichef und LH Markus Wallner sieht im Wahlergebnis ein gutes Omen.

Bregenz Und zwar im Hinblick auf die Landtagswahl am 13. Oktober. Dennoch warnt Wallner seine Mitstreiter vor dem Zurücklehnen. Mit anderen Worten: die bevorstehende Wahl um Sitze im Landesparlament stellen für die Volkspartei im Land keine sprichwörtlich gemähte Wiese dar. „Das war der erste Durchgang, der zweite folgt jetzt. Wir starten bereits jetzt in die Wahlbewegung für die Landtagswahl und haben bereits mit der Plakatwerbung begonnen. Die wichtigste Botschaft für mich ist: wir freuen uns über dieses Ergebnis, mobilisieren aber weiter in Richtung Wahlen auf der Landesebene und steigen in den Intensiv-Wahlkampf ein. Jetzt geht es Vorarlberg und um Stabilität fürs Land.“ Vor diesem Hintergrund unterstreicht Wallner abermals sein striktes Nein zu einer etwaigen Koalition mit den Freiheitlichen unter Parteichef Christof Bitschi. „Es bleibt bei meinen Nein. Nach diesem Ergebnis sowieso.“

„Bei FP werden Messer gewetzt“

Mit dem nunmehrigen Wahlergebnis für die Türkisen unter Sebastian Kurz ist für Wallner vor allem eines klargestellt: „Der nächste Bundeskanzler muss Sebastian Kurz heißen. Österreich braucht den richtigen Kurs und den richtigen Kanzler, das wurde mit diesem Ergebnis eindeutig bewiesen“, betont Wallner im Gespräch mit den VN. Zugleich wünscht sich Wallner, „dass man sich auf der Bundesebene möglichst rasch und konstruktiv um eine Regierungsbildung gemüht.“ Grundsätzlich, so Wallner, gehe er allerdings von schwierigen Verhandlungen im Hinblick auf eine neue Bundesregierung aus.

Stichwort Bundesregierung: Wen würde sich Wallner als Koalitionspartner wünschen und lehnt er eine Koalition mit den Freiheitlichen ab? „Diese Frage kann man zurzeit nicht beantworten, ich gehe davon aus, dass auf der blauen Seite kommende Woche die Messer gewetzt werden und bei den Roten werden die Köpfe rauchen. Es dürfte dort kein Stein auf dem anderen bleiben.“ Aus seiner Sicht ist die politische Lage bei den beiden genannten Bundesparteien derzeit nicht einschätzbar. „Bei beiden dürfte in den nächsten Tagen und Wochen einiges in Bewegung geraten.“ Er würde sich darüber freuen, wenn neben Karlheinz Kopf und Norbert Sieber auch Martina Ess nach dem Auszählen der Wahlkarten ebenso ins Hohe Haus einziehen könnte.