Zahlreiche Glückwünsche erreichen Volkspartei und Grüne

Politik / 29.09.2019 • 23:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Comeback ist gelungen (...) Jetzt liegt es an Herrn Kurz zu entscheiden.  Birgit Hebein, Wiener Grünen-Chefin

Das Comeback ist gelungen (…) Jetzt liegt es an Herrn Kurz zu entscheiden.  Birgit Hebein, Wiener Grünen-Chefin

Positive Reaktionen zum Wahlergebnis aus anderen Ländern und der EU.

wien Die designierte Präsidentin der EU-Kommission, Ursula Von der Leyen, war eine der Ersten, die Sebastian Kurz zum Triumph der ÖVP bei der Nationalratswahl gratulierte. In einem Telefonat mit Kurz am Wahlabend habe Von der Leyen betont, dass sie sich auf die weitere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene freue, teilte ein Sprecher des früheren Kanzlers mit.

Lob von CDU und CSU

Aus Deutschland meldete sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu Wort. Das Abschneiden der ÖVP sei ein historischer Wahlsieg, so die konservative Politikerin im sozialen Netzwerk Twitter. Der Obmann der bayerischen Schwesternpartei CSU, Markus Söder, erklärte: „Ein tolles Ergebnis! Damit wird Österreich stärker.“ Glückwünsche erreichten Kurz auch vom sozialdemokratischen Regierungschef der Slowakei, Peter Pellegrini, der seine Freude über „unsere enge Zusammenarbeit auf bilateraler und europäischer Ebene“ auf Twitter kundtat. Auch der tsche­chische Ministerpräsident

Andrej Babis war voll des Lobes für den ÖVP-Chef und wünschte

ihm viel Glück bei der Regierungsbildung. Serbiens Präsident Alexander Vucic zeigte sich unterdessen überzeugt, dass Kurz dank seiner Jugend, seiner Kenntnisse und seiner politischen Erfahrung „Österreich weiter auf dem fest gesicherten Weg des Erfolges und Fortschrittes“ führen werde. Durch die Zusammenarbeit werde man zu immer besseren politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und Österreich sowie zum Frieden und zur Stabilität in der Region und Europa beitragen.

„In schwierigen Zeiten wie diesen ist es wichtig, eine solide und voll funktionsfähige Regierung zu haben, die die großen und wichtigen Herausforderungen in Angriff nehmen kann, die nicht nur Österreich, sondern ganz Europa bevorstehen“, meinte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP). Das Wahlergebnis sei ermutigend für die gemäßigten, proeuropäischen Kräfte. Österreich werde weiterhin zuverlässiger Partner für Südtirol sein.

Die deutschen Grünen sparten unterdessen nicht mit Glückwünschen für ihre österreichischen Kollegen. Parteichef Robert Habeck bekräftigte: „Die Grünen in Österreich wollten das größte politische Comeback der Zweiten Republik erreichen, und sie haben es erreicht. Sie haben aus der außerparlamentarischen Opposition einen fulminanten Wahlkampf gemacht und ein bärenstarkes Ergebnis eingefahren.“ Die Fraktionschefin der Grünen im EU-Parlament, Ska Keller, sprach von einem „Hammerergebnis.“

Die Menschen haben bei der Nationalratswahl eindeutig entschieden und für Klarheit gesorgt. Johanna Mikl-Leitner, ÖVP-Landeshauptfrau von Niederösterreich

Die Menschen haben bei der Nationalratswahl eindeutig entschieden und für Klarheit gesorgt. Johanna Mikl-Leitner, ÖVP-Landeshauptfrau von Niederösterreich

Es handelt sich um keinen guten Tag für die Sozialdemokratie, da gibt es nichts herumzureden. Die Österreicher haben in Sebastian Kurz eine höhere Kompetenz gesehen, die großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit anzupacken. Michael Schickhofer, Steirischer SPÖ-Chef

Es handelt sich um keinen guten Tag für die Sozialdemokratie, da gibt es nichts herumzureden. Die Österreicher haben in Sebastian Kurz eine höhere Kompetenz gesehen, die großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit anzupacken. Michael Schickhofer, Steirischer SPÖ-Chef

Wir interpretieren das nicht als unser Ziel, hier in Regierungsverhandlungen eintreten zu wollen. Dafür hat uns der Wähler nicht stark gemacht. Harald Vilimsky, FPÖ-Generalsekretär

Wir interpretieren das nicht als unser Ziel, hier in Regierungsverhandlungen eintreten zu wollen. Dafür hat uns der Wähler nicht stark gemacht. Harald Vilimsky, FPÖ-Generalsekretär