Zermürbte Gesichter bei der FPÖ

Politik / 29.09.2019 • 17:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
APA

Zermürbte Gesichter machten jene Funktionäre, die zumindest erschienen waren, auf der kleinen Bühne im ebenso überschaubar großen Medienzentrum der Freiheitlichen. Generalsekretär Harald Vilimsky sieht die Zukunft der FPÖ in der Opposition.

Wien Verhaltener ist der Applaus in der FPÖ-Zentrale beim Bekanntwerden einer Hochrechnung selten ausgefallen: Durchwegs zermürbte Gesichter machten jene Funktionäre, die zumindest erschienen waren, auf der kleinen Bühne im ebenso überschaubar großen Medienzentrum der Freiheitlichen. Zumindest der FP-Generalsekretär Harald Vilimsky kam, um die erste Hochrechnung vor den Kameras zu kommentieren. Vilimsky sieht die Zukunft der FPÖ angesichts des schwachen Wahlergebnisses in der Opposition. „Aus meiner Sicht ist das kein klarer Auftrag, die Koalition fortzusetzen“, sagte Vilimsky im ORF. Dafür habe der Wähler die FPÖ zu wenig gestärkt. Auch der langjährige FP-Politiker Andreas Mölzer empfahl der Partei den Gang in die Opposition.

Bis zu Vilimskys Auftritt waren die prominentesten Vertreter, die sich vor die Kameras trauten, die beiden Bundesgeschäftsführer Joachim Stampfer und Hans Weixelbaum. Hinter verschlossenen Türen waren neben den beiden Listenersten, Parteichef Norbert Hofer und Herbert Kickl, etwa Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.

Das Feiern wollen sich die Blauen trotz des desaströsen Ergebnisses nicht verbieten lassen. Die Wahlparty Sonntagabend in der „Prater Alm“ sollte dennoch stattfinden. Dort wird auch – zu späterer Stunde – die Parteispitze erwartet.

Das Ergebnis der Nationalratswahl sei angesichts der Vorfälle in den vergangenen Wochen „keine Überraschung“, führte Udo Landbauer ( Landesobmann der niederösterreichischen Freiheitlichen) in einer Aussendung weiter aus. Es handle sich um ein „klares Warnsignal der Wähler“. Nachsatz: „Es gibt nichts schönzureden.“ Die „beschädigte Marke FPÖ“ müsse wieder klar als „starke und einzige soziale Heimatpartei in diesem Land“ positioniert werden, sagte der niederösterreichische Landesobmann.