Rendi-Wagner will die SPÖ radikal umkrempeln

Politik / 06.10.2019 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rendi-Wagner will SPÖ neu denken, Doskozil in keine Koalition.APA
Rendi-Wagner will SPÖ neu denken, Doskozil in keine Koalition.APA

Parteichefin kämpft um neue Richtung. Doskozil gegen Koalitionsbeteiligung.

Wien „Wir müssen die SPÖ neu denken, so radikal, wie wir es seit ihrer Gründung nicht mehr gemacht haben“, sagt Parteichefin Pamela Rendi-Wagner in einem am Sonntag veröffentlichten Video. Das Nationalratswahl-Ergebnis sei ein „Alarmsignal“ gewesen, das man ernst nehmen müsse. Als sie am Wahlabend gesagt hat die Richtung stimmt, habe sie natürlich nicht das Wahlergebnis gemeint, sondern, „dass ich fest davon überzeugt bin, dass wir für die richtige Sache kämpfen“, etwa für faire Chancen für alle Kinder, leistbares Wohnen, gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen.

„Keinen Auftrag erhalten“

Ob sich die SPÖ an einer Regierung mit der ÖVP beteiligen wird, lässt Rendi-Wagner offen. Eine Absage an einen Eintritt in eine mögliche Koalition gibt es unterdessen von Burgenlands Landesparteichef Hans Peter Doskozil, der in den vergangenen Monaten immer wieder zu den Kritikern der Parteispitze gezählt wurde. „Jetzt den Mehrheitsbeschaffer zu geben, hielte ich für einen großen Fehler“, sagt er in „Österreich“. Die SPÖ habe von den Menschen keinen Auftrag erhalten. Als Vizekanzler stünde er persönlich nicht zur Verfügung.