Kein Mandat für Philippa Strache

Politik / 07.10.2019 • 22:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die FPÖ verwehrt Philippa Strache vorerst ein Mandat für den Nationalrat. APA
Die FPÖ verwehrt Philippa Strache vorerst ein Mandat für den Nationalrat. APA

Ehefrau von Ex-­FPÖ-Chef nicht im Nationalrat.

wien Philippa Strache (32) wird nicht Nationalratsabgeordnete. Die FPÖ verwehrt der Frau ihres Ex-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache vorerst ein Mandat für den Nationalrat. Auf dem Ticket der Wiener FPÖ würden vier Kandidaten in das Parlament einziehen, darunter aber nicht Philippa Strache, sagte ein FPÖ-Sprecher am Montagabend. Die vier Wiener Mandate werden nun Dagmar Belakowitsch, Harald Stefan, Ricarda Berger und Martin Graf einnehmen.

In Bezug auf die 32-jährige bisherige FPÖ-Tierschutzbeauftragte bestehe „noch Aufklärungsbedarf“. Es sei noch die interne wie externe Aufklärung abzuwarten. „Bis dahin kann Philippa Strache kein Mandat von Wien erhalten“, sagte Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp. Strache war nach der Ibiza-Affäre – und dem Rücktritt ihres Mannes – auf die Liste gehievt worden. Ihr möglicher Wechsel ins Parlament hatte jedoch zuletzt für heftige parteiinterne Diskussionen gesorgt. In der Kritik stand vor allem ihr Gehalt. Sie soll, so wurde kolportiert, monatlich 9500 Euro bezogen haben.

Philippa Strache hatte auf Listenplatz drei der Wiener FPÖ kandidiert. Aufgrund des desaströsen Wahlergebnisses kamen via Landesliste aber nur zwei FPÖ-Abgeordnete weiter. Ein Kandidat hätte aber für Strache aufgrund eines eigenen Direktmandats auch Platz machen können.