Erster Sondierungsreigen ist beendet

Politik / 09.10.2019 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Grüne bereiten sich auf „ernsthafte Sondierungen“ vor.

Wien  ÖVP-Obmann Sebastian Kurz hat am Mittwochabend mit Grünen-Chef Werner Kogler den letzten seiner Gäste zu einem Sondierungsgespräch empfangen. Damit ist der erste Gesprächsreigen mit den Parteichefs zu allfälligen Koalitionsverhandlungen abgeschlossen. Inhaltlich drang nicht viel nach außen. Wie SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und FPÖ-Obmann Norbert Hofer am Dienstag legten am Mittwoch auch die Neos-Vorsitzende und Grünen-Chef Werner Kogler dem ÖVP-Obmann ihre jeweiligen Vorstellungen vor. Meinl-Reisinger erklärte nach ihrem Treffen mit Kurz, sie habe bei dem Gespräch „rote Linien“ definiert, etwa dass die Neos nicht in einer Regierung mitarbeiten würden, die grundsätzliche Menschenrechtsfragen infrage stellt. Am Mittwochabend traf dann Kogler als letzter der Gesprächspartner von Kurz im Winterpalais ein. „Wir werden uns jetzt weiter vorbereiten auf ernsthafte Sondierungen. Ich gehe davon aus, dass der Ex-Kanzler in den nächsten Wochen einen bestimmten Sondierungsfahrplan vorlegen wird“, sagte er nach seiner rund zweistündigen Unterredung. Der Grünen-Chef verwies außerdem auf die nun anstehenden innerparteilichen Beratungen bei den Grünen. Anfang kommender Woche werde er bei einer Pressekonferenz Details bekannt geben. Zum Gespräch mit Kurz sagte Kogler, er habe mitgenommen, „dass wir in echte Gespräche einsteigen wollen und werden“. Es werde notwendig sein, sich die wichtigsten Kapitel vorzunehmen und eine „Agenda fürs Sondieren vorzunehmen“. Kein Statement gab es nach dem Gespräch von ÖVP-Chef Kurz.