Philippa Strache mit Mandat, aber ohne FPÖ

Politik / 09.10.2019 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nachdem Heinz-Christian Strache als Parteichef zurückgetreten ist, erhielt seine Frau Philippa einen Platz auf der Wiener Landesliste. APA
Nachdem Heinz-Christian Strache als Parteichef zurückgetreten ist, erhielt seine Frau Philippa einen Platz auf der Wiener Landesliste. APA

Frau des Ex-Parteichefs darf ins Hohe Haus. Der blaue Klub will sie aber nicht.

Wien Für die Ehefrau des zurückgetretenen FPÖ-Parteiobmanns Heinz-Christian Strache, Philippa Strache, ist der Weg ins Parlament frei. Sie könnte über die Landesliste in den Nationalrat einziehen; vorausgesetzt, sie verzichtet nicht von sich aus auf das Mandat. Das hat die Landeswahlbehörde am Mittwoch entschieden. Dem auf der Liste vor ihr gereihten Justizsprecher Harald Stefan wird das erzielte Grundmandat zugeteilt. Dass er auf dieses verzichtet und stattdessen das Landeslistenmandat annimmt, ist nicht möglich. Die FPÖ hatte Anfang der Woche diese Variante noch angekündigt. Damit hätte man Philippa Strache den Einzug in den Nationalrat verwehrt.

Schuld ist die Spesencausa

Doch auch wenn sie in den Nationalrat einzieht, für die Freiheitlichen wird sie das trotzdem nicht tun. Denn eine Aufnahme in den blauen Parlamentsklub bleibt ihr verwehrt. Das haben FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer und der designierte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl am Mittwoch in einer Aussendung  klargestellt. „Die FPÖ spricht sich vor dem Hintergrund der in der sogenannten ‚Spesencausa‘ laufenden Ermittlungen der Behörden und der diesbezüglichen internen Untersuchungen gegen die Aufnahme von Philippa Strache in den freiheitlichen Parlamentsklub aus.“

„Die FPÖ spricht sich gegen die Aufnahme von Philippa Strache in den Parlamentsklub aus.“