Holocaust-Überlebender klagte, Österreich wurde verurteilt

Politik / 10.10.2019 • 22:04 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien Österreich ist am Donnerstag nach einer Klage des Holocaust-Überlebenden Aba Lewit vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt worden. Lewit beschwerte sich, dass die österreichischen Gerichte es unterlassen hätten, seinen Ruf gegen diffamierende Behauptungen in der Zeitschrift „Aula“ zu schützen. Der EGMR ortet eine Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Republik muss Lewit 648,48 Euro an materiellem Schadenersatz, 5000 Euro an immateriellem Schadenersatz und 6832,85 Euro an Prozesskosten zahlen. 2015 wurden Mauthausen-Befreite in der „Aula“ als „Massenmörder“ und „Landplage“ bezeichnet. Als der Autor die Aussagen 2016 wiederholte, klagte Lewit, scheiterte aber vor den österreichischen Gerichten.