Von Wunschzetteln und Enttäuschungen

Politik / 13.10.2019 • 21:28 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Man wäre kein Mensch, wenn man nicht enttäuscht wäre. Wenn man die letzte Zeit das Ohr am Volk hatte, wusste man, dass uns die Menschen die Spesenaffäre und das Ibiza-Video übel nehmen. Wir müssen nun Vertrauen aufholen, das braucht Zeit. Zudem müssen wir uns thematisch breiter aufstellen. Dieter Egger, Bürgermeister Hohenems

Bregenz Ist eine Landtagswahl erst einmal geschlagen, werden naturgemäß auch die ersten Forderungen an die künftige Regierung gestellt. Diese drehen sich, wie ein VN-Rundruf zeigt, vor allem um die Themen Wohnbau, Infrastrukturprojekte und Klimaschutz. Dass man gegen Grundstücksspekulation etwas tun muss, darin sind sich Bauunternehmer Hubert Rhomberg und Gewerkschafter Norbert Loacker einig. Genauso wie darin, dass man Menschen wieder Eigentum ermöglichen muss. Katharina Lins von Flucht-Punkt-Ländle erhofft sich in Zukunft eine noch energischere Unterstützung für die Anliegen der Flüchtlingsbewegung, Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer sowohl die Forcierung einer höherrangigen Straßenverbindung in die Schweiz sowie beim Radverkehr. Für Friederike Egle von der Initiative StattTunnel hingegen müssen große Infrastrukturprojekte unter dem Aspekt des Klimaschutzes betrachtet werden.

Und während sich der Bregenzer ÖVP-Bürgermeister mit dem Ergebnis hocherfreut zeigte, war es für den Hohenemser FPÖ-Bürgermeister Dieter Egger kein leicht zu verkraftendes Ergebnis. „Man wäre kein Mensch, wenn man nicht enttäuscht wäre.“

Der Zuwachs an Vertrauen für den Landeshauptmann mit der Vorarlberger Volkspartei und für die Landesregierung ist erfreulich. Es wird die zügige Bildung der Landesregierung möglich und die Vertretung der Interessen Vorarlbergs gegenüber dem Bund in Wien, wo der Zentralismus aggressiver wird, gestärkt. Herbert Sausgruber, Alt-Landeshauptmann

Der Zuwachs an Vertrauen für den Landeshauptmann mit der Vorarlberger Volkspartei und für die Landesregierung ist erfreulich. Es wird die zügige Bildung der Landesregierung möglich und die Vertretung der Interessen Vorarlbergs gegenüber dem Bund in Wien, wo der Zentralismus aggressiver wird, gestärkt. Herbert Sausgruber, Alt-Landeshauptmann

Auf meiner Wunschliste ganz oben steht, dass von der neuen Landesregierung die derzeit dramatische Wohnsituation sofort in Angriff genommen wird. Wenn Menschen über 50 Prozent ihres Einkommens an Miete zahlen müssen, ist das unerträglich. Auch bei der Grundstücksspekulation muss der Notstopp gedrückt werden. Norbert Loacker, Landesvorsitzender Gewerkschaftsbund

Auf meiner Wunschliste ganz oben steht, dass von der neuen Landesregierung die derzeit dramatische Wohnsituation sofort in Angriff genommen wird. Wenn Menschen über 50 Prozent ihres Einkommens an Miete zahlen müssen, ist das unerträglich. Auch bei der Grundstücksspekulation muss der Notstopp gedrückt werden. Norbert Loacker, Landesvorsitzender Gewerkschaftsbund

Neben dem sozialen Wohnbau braucht es auch andere Modelle wie die Erbpacht. Die Gemeinden müssen hier in Zukunft mehr die Rolle des Vermittlers und Antreibers spielen. Grund und Boden muss allen zur Verfügung stehen. Hier gibt es noch große Gräben. Unsere Forderung nach einer Abgabe für jene, die Bauland horten, bleibt aufrecht. Josef Mathis, vau hoch drei

Neben dem sozialen Wohnbau braucht es auch andere Modelle wie die Erbpacht. Die Gemeinden müssen hier in Zukunft mehr die Rolle des Vermittlers und Antreibers spielen. Grund und Boden muss allen zur Verfügung stehen. Hier gibt es noch große Gräben. Unsere Forderung nach einer Abgabe für jene, die Bauland horten, bleibt aufrecht. Josef Mathis, vau hoch drei

Das Ergebnis ist eine Bestätigung, dass im Land gut gearbeitet wurde. Der Wirtschaftsraum braucht eine höherrangige Straßenverbindung in die Schweiz. Wer gegen die Fakten fordert, will keine Lösung für die Menschen, die tagtäglich dadurch belastet sind. Auch beim Radverkehr gibt es ein riesiges Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. Kurt Fischer, Bürgermeister Lustenau

Das Ergebnis ist eine Bestätigung, dass im Land gut gearbeitet wurde. Der Wirtschaftsraum braucht eine höherrangige Straßenverbindung in die Schweiz. Wer gegen die Fakten fordert, will keine Lösung für die Menschen, die tagtäglich dadurch belastet sind. Auch beim Radverkehr gibt es ein riesiges Potenzial, das noch nicht ausgeschöpft ist. Kurt Fischer, Bürgermeister Lustenau

Ich bin froh über das Wahlergebnis und froh darüber, dass Parteien, die auf Spaltung, Hetze und Gehässigkeit gesetzt haben, nicht punkten konnten. Das zieht nicht mehr. Die Unterstützung durch die Landesregierung für unsere Anliegen war in der Vergangenheit gut, könnte aber in Zukunft noch energischer werden. Katharina Lins, Flucht-Punkt-Ländle, Naturschutzanwältin

Ich bin froh über das Wahlergebnis und froh darüber, dass Parteien, die auf Spaltung, Hetze und Gehässigkeit gesetzt haben, nicht punkten konnten. Das zieht nicht mehr. Die Unterstützung durch die Landesregierung für unsere Anliegen war in der Vergangenheit gut, könnte aber in Zukunft noch energischer werden. Katharina Lins, Flucht-Punkt-Ländle, Naturschutzanwältin

Schwarz-Grün hat in der Vergangenheit prinzipiell gut funktioniert. Es wäre aber positiv, wenn die Koalitionspartner verstärkt ins Gespräch kommen würden. Von der neuen Landesregierung wünsche ich mir eine stärkere Abgrenzung zur populistischen Gangart der Bundesregierung. Hier könnte von Vorarlberg ein wichtiger Impuls ausgehen. Bernadette Vogt, Sonntagsdemo

Schwarz-Grün hat in der Vergangenheit prinzipiell gut funktioniert. Es wäre aber positiv, wenn die Koalitionspartner verstärkt ins Gespräch kommen würden. Von der neuen Landesregierung wünsche ich mir eine stärkere Abgrenzung zur populistischen Gangart der Bundesregierung. Hier könnte von Vorarlberg ein wichtiger Impuls ausgehen. Bernadette Vogt, Sonntagsdemo

Die Politik muss ermöglichen, dass es wieder Eigentum geben kann und ein Berufstätiger die Möglichkeit hat, sich eine Wohnung zu ersparen. Das ist auch gesellschaftspolitisch wichtig. Dazu braucht es auch dichtere und mutigere Wege bei der Stadtentwicklung. Hubert Rhomberg, Bauunternehmer und Vizepräsident Industriellenvereinigung

Die Politik muss ermöglichen, dass es wieder Eigentum geben kann und ein Berufstätiger die Möglichkeit hat, sich eine Wohnung zu ersparen. Das ist auch gesellschaftspolitisch wichtig. Dazu braucht es auch dichtere und mutigere Wege bei der Stadtentwicklung. Hubert Rhomberg, Bauunternehmer und Vizepräsident Industriellenvereinigung

Man muss große Infrastrukturprojekte unter dem Aspekt des Klimaschutzes betrachten und deshalb neu denken. Ich habe deshalb auch wenig Verständnis dafür, dass eine Zustimmung zu Projekten wie Tunnelspinne oder S 18 eine Koalitionsbedingung sind. Gerade die Tunnelspinne ist keine Lösung, sondern eine Verschiebung des Problems. Friederike Egle, Initiative StattTunnel

Man muss große Infrastrukturprojekte unter dem Aspekt des Klimaschutzes betrachten und deshalb neu denken. Ich habe deshalb auch wenig Verständnis dafür, dass eine Zustimmung zu Projekten wie Tunnelspinne oder S 18 eine Koalitionsbedingung sind. Gerade die Tunnelspinne ist keine Lösung, sondern eine Verschiebung des Problems. Friederike Egle, Initiative StattTunnel

Das Ergebnis spricht eine klare Sprache. Ich bin sehr zufrieden, weil es erstens einen klaren Auftrag gibt und zweitens der Regierungskurs bestätigt wurde. Das tut gut. Bemerkenswert ist das vor allem auch angesichts der geringeren Wahlbeteiligung und des Zuwachses, den die Kleinparteien erzielt haben. Markus Linhart, Bürgermeister Bregenz

Das Ergebnis spricht eine klare Sprache. Ich bin sehr zufrieden, weil es erstens einen klaren Auftrag gibt und zweitens der Regierungskurs bestätigt wurde. Das tut gut. Bemerkenswert ist das vor allem auch angesichts der geringeren Wahlbeteiligung und des Zuwachses, den die Kleinparteien erzielt haben. Markus Linhart, Bürgermeister Bregenz