Vorarlberger sind bei den Wahlmüden Spitzenreiter

Politik / 13.10.2019 • 22:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nur 60,6 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben.

Wien Zum zweiten Mal in Folge ist die Wahlbeteiligung in Vorarlberg stark zurückgegangen. 60,6 Prozent haben ihre Stimme laut aktuellen Zahlen abgegeben. Ein paar Wahlkarten, welche die Behörden erst auszählen müssen, werden diesen Wert laut dem Institut Sora auf 61,3 Prozent erhöhen. Damit ist die Wahlbeteiligung nur sehr knapp nicht die schlechteste bei einer Landtagswahl in Vorarlberg. 2004 betrug sie 60,6 Prozent, allerdings inklusive aller Wahlkarten. Die Wahlbeteiligung war somit niedriger als heuer. Damals war gerade die Wahlpflicht beendet worden. Später hatte sich die Beteiligung in Vorarlberg vorübergehend erholt: Die Aufregung um den „Exil-Juden“-Sager des damaligen FPÖ-Parteichefs Dieter Egger sorgte 2009 für eine starke Zunahme um 7,8 Prozentpunkte auf 68,4 Prozent. Schon 2014 ging sie aber wieder um 4,1 Prozentpunkte zurück. Unter den Bundesländern ist Vorarlberg eines der Schlusslichter. Nur im Nachbarland Tirol stoßen Landtagswahlen auf noch geringeres Interesse. In Oberösterreich nutzten 2015 mehr als 80 Prozent ihr Wahlrecht; danach folgen aktuell Burgenland (76) und Wien (74,8 Prozent).