Bei der SP droht Gerangel um Job des Klubchefs

Politik / 14.10.2019 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Parteichef Martin Staudinger erhebt jedenfalls Anspruch.

Bregenz Nach Urnengängen werden vielfach Posten und Aufgaben neu verteilt. So auch bei den Sozialdemokraten, die dank leichter Zugewinne künftig mit vier Abgeordneten im Landesparlament sitzen werden. Was die Funktion des mit rund 8000 Euro Monatsbrutto gut dotierten Jobs des Klubobmannes betrifft, so dürfte parteiintern ein Gerangel bevorstehen. Martin Staudinger, der sich angesichts des bescheidenen Wahlerfolgs offenbar als Sieger sieht, hat bereits am Abend vom Wahlsonntag auf Anfrage der VN betont, dass er selbst künftig die Funktion des Klubchefs besetzen möchte.

Ritsch einfacher Abgeordneter?

Damit müsste sich der bisherige Klubobmann Michael Ritsch wieder mit der Rolle eines „einfachen Abgeordneten“ und mit einem Monatsbrutto von nur mehr knapp 5200 Euro begnügen. Noch im Mai 2019 war innerparteilich die Rede davon, dass der Bregenzer Ritsch seinen Job an der Spitze des Klubs behalten soll. Staudinger werde zwar anstelle der langjährigen Volksvertreterin Gabi Sprickler-Falschlunger als Abgeordneter in den Landtag einziehen, primär seine Brötchen aber weiter als Landesstellenleiter des Sozialministeriumservice in Bregenz verdienen. Nachdem den beiden von namhaften Genossen nachgesagt wird, dass sie „alles andere als dicke Freunde sind“, könnte ein Tauziehen bevorstehen.

Ein für heute, Dienstag, im Hotel Garmarkt in Götzis anberaumter Parteivorstand wird jedenfalls bereits mit Hochspannung erwartet. Dort soll die Frage des künftigen Klubchefs bei den Sozialdemokraten geklärt werden.

Offiziell wird der Job über einen Beschluss der Klubmitglieder vergeben. Wer schlussendlich mit der Funktion betraut und den Job bekommen wird, gilt als offen. Eines stand für Insider der Partei bereits fest: „Kampflos wird Michael Ritsch das Feld bestimmt nicht räumen.“ VN-TW

„Ich stehe gerne als Klubchef weiter zur Verfügung. Abstimmen wird darüber der Klub.“