Deutsche Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Syrien-Vorschlag

Politik / 22.10.2019 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Merkel fand Gefallen an Kramp-Karrenbauers Idee. AFP
Merkel fand Gefallen an Kramp-Karrenbauers Idee. AFP

berlin Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich hinter den Vorstoß ihrer Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen internationalen Stabilisierungseinsatz in Nordsyrien gestellt. Der Gedanke, dort Schutzzonen einzurichten, sei „sehr vielversprechend, auch wenn noch viele Fragen offen sind“, sagte Merkel  am Dienstag in der Sitzung der Unionsfraktion. Zugleich betonte sie, Schutzzonen würden nur mit einem Mandat der Vereinten Nationen und in einem System kollektiver Sicherheit funktionieren. Die deutsche Kanzlerin kündigte an, sie werde bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premier Boris Johnson und dem türkischen Staatschef  Recep Tayyip Erdogan über den Vorschlag Kramp-Karrenbauers sprechen. Am Dienstag beriet sich Erdogan bereits mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Sotschi über die Lage in Syrien.

Die Türkei hatte am 9. Oktober im Norden Syriens eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen. Am Donnerstag verkündete US-Vizepräsident Mike Pence eine Feuerpause von fünf Tagen, die am Dienstagabend auslief. Sie sollte den Kurdenmilizen Gelegenheit geben, sich aus dem syrischen Gebiet an der Grenze zurückzuziehen, in dem die Türkei eine sogenannte Sicherheitszone errichten möchte.