Miliz zog sich laut Moskau aus Nordsyrien zurück

Politik / 29.10.2019 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Von dem Abzug berichtete der russische Minister Schoigu. reuters
Von dem Abzug berichtete der russische Minister Schoigu. reuters

Kurden räumten Grenzgebiet offenbar vorzeitig.

moskau Die bewaffnete Kurdenmiliz YPG ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu aus Nordsyrien vorzeitig abgezogen. Nun hätten dort syrische Grenztruppen und die russische Militärpolizei die Kontrolle übernommen, sagte Schoigu am Dienstag. Eine vereinbarte Waffenruhe endete offiziell um 18.00 Uhr Ortszeit. Sie dürfte nun weiter gelten. Die YPG sollte sich wie vereinbart aus einem Streifen von 30 Kilometern Tiefe im syrisch-türkischen Grenzgebiet zurückziehen. Vor Ende der Frist hatte die Türkei mit der Fortsetzung ihrer Militäroffensive in Nordsyrien gedroht. Das türkische Militär war mit verbündeten Rebellen am 9. Oktober in Nordsyrien einmarschiert. Es begann eine Offensive gegen die YPG, die sie als Terrororganisation betrachtet. Russland und die Türkei hatten sich dann darauf verständigt, nordsyrische Grenzgebiete zur Türkei gemeinsam zu kontrollieren.