Johnson will im Wahlkampf von Drohung mit „No Deal“ ablassen

Politik / 02.11.2019 • 12:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

london Der britische Premierminister Boris Johnson will im Wahlkampf offenbar von seiner Drohung mit einem No-Deal-Brexit ablassen. Er habe auf diese Drohkulisse eines EU-Abschieds ohne Abkommen im Programm seiner Konservativen Partei für die Neuwahl am 12. Dezember verzichtet, berichtete die „Times“. Stattdessen wolle er den Fokus auf eine Zustimmung zu seinem Austrittsabkommen mit der EU legen.

Johnson hatte immer wieder erklärt, Großbritannien notfalls auch ohne Abkommen am 31. Oktober aus der Europäischen Union zu führen. Er war aber vom Unterhaus zum Antrag auf eine Verlängerung der Brexit-Frist bis zum 31. Jänner gezwungen worden.

Johnson hatte am Freitag der Aufforderung der Brexit Party von Hardliner Nigel Farage zu einem Verzicht auf seinen Brexit-Deal und der Bildung eines Wahlbündnisses eine Absage erteilt. „Was wir haben, ist ein fantastischer Deal, von dem niemand dachte, dass wir ihn bekommen könnten“, sagte Johnson dem Sender ITV. Nach einem Wahlsieg im Dezember könne er dieses Abkommen durch das Parlament bringen.