Rückschlag für Nationalbank-Gouverneur

Politik / 04.11.2019 • 22:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Holzmann hatte seine Vorgangsweise zunächst verteidigt.  APA
Holzmann hatte seine Vorgangsweise zunächst verteidigt.  APA

Umstrittene Personalentscheidungen sind hinfällig.

wien Kurz nach seinem Amtsantritt im September kündigte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Robert Holzmann, die Personalchefin, legte einem langjährigen Mitarbeiter die Pension nahe und plante, den Pressesprecher nach Innsbruck zu versetzen. Alles, ohne das Direktorium seines Hauses einzubinden. Alle drei Entscheidungen sind nun nichtig beziehungsweise unwirksam, gab Harald Mahrer, Präsident des Aufsichtsorgans der OeNB, am Montag bekannt. Das war das Ergebnis eines ausführlichen Berichts über die jüngsten Vorgänge in der Nationalbank, der am Donnerstag im Generalrat, dem OeNB-Aufsichtsorgan, besprochen wurde. Zugleich kündigte Mahrer auf Grundlage des Berichts an, dass die Zuständigkeiten im vierköpfigen Direktorium der Nationalbank bis Dezember neu geordnet werden sollen. Im Direktorium sind neben Gouverneur Holzmann und Eduard Schock (beide von der FPÖ entsandt) Thomas Steiner und Gottfried Haber (beide von der ÖVP entsandt) vertreten. Es gehe um die Verteilung der Zuständigkeiten zwischen den Direktoriumsmitgliedern und um die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander. „Dann kann die OeNB mit einer neuen, optimierten Geschäftseinteilung ab 1.1.2020 durchstarten.“ Holzmann selbst war am Montag für keine Stellungnahme erreichbar.