Hohe Anzahl von Ärzten im OECD-Vergleich

Politik / 07.11.2019 • 22:33 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die Ärztekammer spricht von einem Verteilungsproblem. APA
Die Ärztekammer spricht von einem Verteilungsproblem. APA

wien Österreich verfügt im internationalen Vergleich über eine hohe Anzahl an Ärzten pro Einwohner sowie eine leicht überdurchschnittliche Anzahl an Medizin-Absolventen. Das zeigt die am Donnerstag präsentierte OECD-Studie „Gesundheit auf einen Blick“ 2019. Im OECD-Vergleich kommen im Schnitt 5,2 praktizierende Ärzte auf 1000 Einwohner. Das ist Platz zwei hinter Griechenland (6,1). Die Schweiz und Deutschland kommen auf durchschnittlich jeweils 4,3 Ärzte. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres relativierte das: Hierzulande sei ein Drittel nur teilbeschäftigt. Außerdem würden die in Ausbildung befindlichen Mediziner hinzugerechnet. In Österreich gebe es jedenfalls ein Verteilungsproblem: „Die Jungen wollen nicht aufs Land.“

Pro Jahr schließen hierzulande im Schnitt 14,4 Personen pro 100.000 Einwohner ein Medizin-Studium ab. Das ist über dem OECD-Schnitt (13,1), liegt aber hinter Irland (24,9) oder Dänemark (21,5). Vergleichsweise unterversorgt ist Österreich mit Pflegepersonal. Pro 100.000 Einwohner werden jährlich im Schnitt 34,5 Pflegekräfte ausgebildet. (OECD: 43,6).