Politik in Kürze

Politik / 07.11.2019 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Segre ist mit zahlreichen Hass-Nachrichten konfrontiert. AP
Segre ist mit zahlreichen Hass-Nachrichten konfrontiert. AP

Urananreicherung aufgenommen

teheran Der Iran hat die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo offiziell wieder aufgenommen. Das teilte die iranische Atomenergiebehörde am Donnerstag mit. Dies stellt einen weiteren Schritt zur Abkehr des Landes vom internationalen Wiener Atomabkommen dar. Unterdessen hat ein Zwischenfall mit einer Inspekteurin der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für Aufregung gesorgt. Der Iran verweigerte nach eigenen Angaben einer IAEA-Inspekteurin den Zutritt zur Atomanlage in Natanz, weil ein Sprengstoffdetektor angeschlagen habe. „Wir rufen den Iran auf sicherzustellen, dass es in der Zukunft nicht mehr zu solchen Vorfällen kommt“, hieß es in einer EU-Erklärung.

 

Polizeischutz notwendig

rom Die italienische Holocaust-Überlebende und Senatorin Liliana Segre hat nach zahllosen antisemitschen Schmähungen Polizeischutz bekommen. Dies berichteten am Donnerstag mehrere italienische Medien. Die 89-jährige Überlebende des NS-Konzentrations- und -Vernichtungslagers Auschwitz war 2018 von Staatspräsident Sergio Mattarella zur Senatorin auf Lebenszeit ernannt worden. Im Oktober wurde bekannt, dass Segre über soziale Medien täglich rund 200 antisemitische Hass-Nachrichten erhielt. Der Senat richtete einen Sonderausschuss gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus ein. Die Mitte-Rechts-Parteien enthielten sich bei der Abstimmung darüber, was in Italien heftige Kontroversen auslöste.