IKG-Präsident will härtere Strafen bei antisemitischen Übergriffen

Politik / 10.11.2019 • 22:46 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Oskar Deutsch, wünscht sich abschreckende Strafen nach antisemitischen Übergriffen sowie eine Beobachtungsstelle. Bedarf für einen eigenen Regierungs-Beauftragten sieht er nicht. Eine Gesprächsbasis mit der FPÖ gebe es aufgrund wiederkehrender „Einzelfälle“ derzeit nach wie vor nicht, sagte er am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“. Derzeit eher geringe Strafen nach antisemitischen Vorfällen würden dazu führen, dass die Schwelle für Nachahmungstäter niedrig sei, argumentierte Deutsch seine Forderung nach Änderungen im Strafgesetz. „Mir sind Urteile, die abschreckend sind, nicht bekannt“, sagte der IKG-Präsident, der sich aber hierzulande noch recht sicher fühlt. So gebe es zwar Drohbriefe und Anpöbelungen, „so richtig verletzt wurde Gott sei Dank in Österreich noch niemand“.