Hinter den Kulissen: Konkurrenten und Absteiger

Politik / 16.11.2019 • 08:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Winsauer (Bild) gilt ebenso wie Stadtrat Julian Fässler als möglicher Nachfolger von Dornbirns Vizestadtchef Martin Ruepp. Mauche
Thomas Winsauer (Bild) gilt ebenso wie Stadtrat Julian Fässler als möglicher Nachfolger von Dornbirns Vizestadtchef Martin Ruepp. Mauche

Politik, Personen und Parteien: Die VN beleuchten in ihrer wöchentlichen Rubrik Hintergründe.

Nachfolger im Doppelpack Nach der überraschenden Ankündigung von Vizebürgermeister Martin Ruepp (64, VP), nach der Gemeindewahl 2020 die Stadtpolitik in Dornbirn zu verlassen, wird über seine Nachfolge spekuliert. Etwaige Kandidaten wollen ihr Interesse für den Job an der Seite von Stadtchefin Andrea Kaufmann (50, VP) jedoch nicht kundtun. Als aussichtsreich gelten Thomas Winsauer (40, VP), der seine Brötchen als Notar sowie als Abgeordneter verdient, und Julian Fässler (34, VP), der als Stadtrat fungiert und bei Alpla als Projektleiter tätig ist. Winsauer, der den Sessel des LT-Vizepräsidenten erobern wollte und in einer nicht unumstrittenen parteiinternen Kampfabstimmung gegen die Montafonerin Monika Vonier (39, VP) den Kürzeren zog, dürfte jedoch auch diesmal durch die Finger schauen. „Wenn Fässler zusagt und es mit seiner Funktion bei Alpla vereinbar ist, dann hat definitiv er den Job“, wissen prominente Schwarze.

Rumoren Bei den Bludenzer Sozialdemokraten rumort es offenbar. Vizestadtchef Mario Leiter (55, SP), der bei der Wahl 2014 dem regierenden Bürgermeister Mandi Katzenmayer (68, VP) in der Wählergunst bedrohlich nahe kam, bringe bereits im Vorfeld der Gemeindewahl 2020 seine Leute in Stellung. So soll sich Wolfgang Weiß (49, SP) als Langzeitstadrat zurückziehen. Nathaniel Heinritz (30, SP), der noch vor seiner EU-Wahlkandidatur den Hauptwohnsitz von Feldkirch nach Bludenz verlegt hatte und seither viel an der Seite Leiters bei Events zu sehen ist, soll hingegen aufsteigen, heißt es bei den Bludenzer Genossen. Die Montafoner PR-Managerin Sabine Grohs (52) wird bereits als Leiters Favoritin als Kulturstadträtin gehandelt.

Unter Druck Die vom Land angekündigte Schließung des Pädagogischen Förderzentrums (PFZ) sorgt in Feldkirch bei Stadtchef Wolfgang Matt (64, VP) für Aufruhr. Die Eltern versuchen über verschiedene Kanäle, die Politik zum Einlenken zu bringen. Druck auf die Stadt auszuüben, dürfte jedoch der falsche Weg sein. Wie ein Elternvertreter im Gespräch mit einem Stadtpolitiker erfahren durfte, steht offenbar die Stadt selbst unter großem Druck des Landes: Wenn die Stadt im Rahmen der Sanierung der Volksschule Altenstadt das PFZ dort unterbringen würde, wolle das Land keine Fördermittel für eine anstehende Schulsanierung im Stadtteil Tisis zur Verfügung stellen. Das soll man der Stadt unmissverständlich mitgeteilt haben. Politisch ist beim Land Barbara Schöbi-Fink (58, VP) als Bildungslandesrätin zuständig. Detail am Rande: Schöbi-Fink hatte in ihrer früheren Rolle als Bildungsstadträtin in Feldkirch die Unterbringung des PFZ in Altenstadt gutgeheißen.