Reha-Aufenthalte werden kürzer, aber mehr

Politik / 18.11.2019 • 22:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die meisten Reha-Patienten kämpfen mit Krankheiten des Bewegungsapparates. APA
Die meisten Reha-Patienten kämpfen mit Krankheiten des Bewegungsapparates. APA

2018 weniger Spitalsaufenthalte als im Jahr zuvor.

Wien Immer mehr Patienten gehen in eine Reha-Einrichtung. Das zeigen aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Demnach sind Rehabilitationsaufenthalte in Österreichs Krankenanstalten von 1989 (37.682 Reha-Aufenthalte) bis 2018 um 310 Prozent (auf 154.493) gestiegen. Die Durchschnitts-Dauer verkürzte sich jedoch von 27,9 auf 23,8 Tage.

Insgesamt zählten die österreichischen Krankenanstalten im vergangenen Jahr 2,7 Millionen stationäre Aufenthalte. Knapp sechs Prozent betrafen Reha-Fälle. 1989 waren es 1,7 Millionen stationäre Spitalsaufenthalte, davon rund zwei Prozent in der Rehabilitation.

Über ein Drittel der Reha-Patienten kämpft mit Krankheiten des Bewegungsapparates. 17 Prozent betreffen Gelenkserkrankungen am Knie oder an der Hüfte, 13 Prozent Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens. Etwas mehr als ein Fünftel der Patienten kämpft mit Problemen des Herz-Kreislaufsystems, zum Beispiel den Folgen eines Herzinfarkts, Schlaganfalls oder anderen Gefäßerkrankungen. Jeweils rund sechs Prozent der Diagnosen beziehen sich auf Krebsfälle und Krankheiten des Nervensystems wie Multiple Sklerose. Frauen waren wesentlich häufiger wegen Krankheiten des Bewegungsapparates in der Rehabilitation als Männer. Bei Männern führten Krankheiten des Kreislaufsystems häufiger zu Reha-Aufenthalten. 

Im Schnitt 8,3 Tage im Spital

Insgesamt gingen die stationären Krankenhausaufenthalte von rund 2,8 Millionen im Jahr 2017 auf 2,7 Millionen Fälle 2018 zurück. Die durchschnittliche Dauer aller stationären Spitalsaufenthalte lag 2018 bei 8,3 Tagen und blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert.