Strache verteidigt Vorgänge in der Casinos-Affäre

Politik / 22.11.2019 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Er habe nie etwas Rechtswidriges angeboten oder angenommen, sagt Strache.AFP
Er habe nie etwas Rechtswidriges angeboten oder angenommen, sagt Strache.AFP

Wien Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wehrt sich gegen die Vorwürfe rund um die Bestellung des Freiheitlichen Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria. Er habe nie etwas Rechtswidriges angeboten oder angenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, da sie hinter der Ernennung einen Deal mit Novomatic vermutet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Strache erklärt, er habe sich für die Bestellung von Sidlo nur so stark eingesetzt, da verantwortungsvolle Positionen in Staats- und staatsnahen Betrieben durch Personen besetzt werden sollten, „die Erfahrung in der Privatwirtschaft haben“. Dass Sidlo für den Job nicht ausreichend qualifiziert gewesen sein könnte, bestreitet Strache. Neos-Mandatar Gerald Loacker will dies nun mittels parlamentarischer Anfrage an das Finanzressort herausfinden; auch, wie die Qualifikation geprüft worden ist. 

Unterdessen erklärte der Casinos-Betriebsrat, dass alle Vorwürfe Vorgänge außerhalb des Unternehmens beträfen. Die Mitarbeiter hätten sich nichts zuschulden kommen lassen. Trotzdem sei der gute Ruf der Casinos in Gefahr. Die Justiz solle rasch Verantwortungen festmachen. Die Kernaktionäre Sazka, Republik Österreich und Novomatic sollten „ihren Streit beenden, eigene Interessen hintanstellen und sich dem Wohl des Unternehmens widmen“.