Straches Rückzug vom Rückzug

Politik / 26.11.2019 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Strache will in die Politik zurück. Die FPÖ-Spitze lehnt sein Angebot ab.AFP
Strache will in die Politik zurück. Die FPÖ-Spitze lehnt sein Angebot ab.AFP

Ex-FPÖ-Chef hofft auf Comeback. Stimmen für FPÖ-Ausschluss mehren sich.

Wien Heinz-Christian Strache träumt von einer Rückkehr in die Politik, obwohl er sich am 1. Oktober aus dieser zurückgezogen hatte. Er strebe keine politische Funktion mehr an, erklärte er damals. Knappe zwei Monate später schlägt er der Wiener FPÖ vor, wieder an ihre Spitze zu treten. Jetzt mehren sich die Stimmen für einen FPÖ-Ausschluss des bereits suspendierten Politikers. Der Vorarlberger Landesparteichef Christof Bitschi hatte sich vor Wochen einen klaren Bruch gewünscht. FPÖ-Chef Norbert Hofer pflichtet ihm nun bei: „Eine Rückkehr in die FPÖ wird nicht möglich sein“, sagt er den „SN“. Klubobmann Herbert Kickl will das Kapitel ebenso schließen, berichtet „Österreich“. Die Gefahr einer Parteispaltung sieht er nicht. Daran ändert auch ein Treffen Straches mit Milliardär Frank Stronach nichts. Es hatte die Gerüchteküche über eine Polit-Rückkehr brodeln lassen. Sollte es ein Strache-Comeback geben, dann aber ohne Stronach. Dessen Anwalt erteilte einer Unterstützung des früheren FPÖ-Chefs eine Absage. Nationalratsmandatar Reinhard Bösch (FPÖ) versteht, wenn die Parteiführung jetzt klare Verhältnisse schaffen will und über einen FPÖ-Ausschluss nachdenkt. „Geht die Entwicklung so weiter, führt kein Weg daran vorbei.“ Grundsätzlich hätte sich Bösch gewünscht, „dass Heinz-Christian Strache dazu bewegt wird, selbstständig auszutreten, bis sich alle Angelegenheiten, die es zu klären gibt, geklärt haben“.  VN-ebi